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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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Buch VI. Zweites Hauptstück. !

Lehrer fanden sich, seit in den königsberger Schulen die Lehr- >Methode verbessert worden war und in den dasi'gen Armen-schulen 1500 Kinder, ausserdem noch in dem unter Friedrich I.von wackeren Männern eingerichteten Fridericianum 1100 Kin-der von 100 Studirenden Unterricht erhielten'). Auf denDörfern sollte seit 1734 Niemand mehr consirmirt werden, dernicht lesen konnte und mit den Grundlagen des Christenthumsbekannt war ^). Hierdurch erwarb sich der König unvergeßlicheVerdienste um sein Preussen und Lithauen, denn, wie streng !man auch über seine allerdings aus beschrankten Ansichten her- .vorgegangene Verachtung der Gelehrsamkeit und der schönen IKünste urtheilen mag, so darf doch auch auf keine Weise ver-kannt werden, daß der Glanz, welchen diese um die Fürsten !verbreiten, von denen sie begünstigt werden, oft nicht vielmehr als gehaltloser, der Eitelkeit schmeichelnder Schimmer ist,wahrend das unscheinbare Verdienst, durch Gründung zahlrei-cher Landschulen das Volk der Roheit und Unwissenheit ent-zogen zu haben, dem Ruhme der Stiftung prunkender Akade-mien für Gelehrte an Werth wenigstens gleichkommen dürfte.

Allerdings geschah in den übrigen Theilen der Monarchie !weit weniger für die Landschulen und, wie es scheint, über-haupt nicht viel. Mit bloßen Verordnungen war, wie sichbald zeigte, nichts Wesentliches auszurichten und Geld zurGründung von Schulen und zur Bildung tüchtiger Lehrer warvom Könige schwer zu erlangen. Der Propst Reinb^ck batihn, die kölnische Schule in Berlin, welche, seitdem sie imI. 1730 abgebrannt war, im Rathhause gehalten wurde, neuaufbauen zu lassen. Der König bewilligte zwar (1737) denPlatz dazu, aber nicht die noch nöthigen 3000 Thaler Bau-kosten, weshalb die Schule in ihrem unbequemen Locale blei-ben musste^).

1) Goldbccks Nachrichten von der Universität zu Königsberg und

den daselbst befindlichen Schul- und Erziehungsanstalten S. 202. ^

2) Bericht v. 30. Juli 17s6 bei König II. S. 132. Doch dürste,

wenigstens diese Angabe noch genauer zu prüfen sein. >

3) Rcinbeck's Leben in Büschings Beiträgen zur Lebensgeschichteu. s. w. Thl. l. S. 191.