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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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Buch VI. Erstes Hauptstück.

Friedrich Wilhelm hatte die Belagerung Stettins durchdie Russen ungern gesehen und war sehr unzufrieden damit,daß man statt seiner den König August zum Theilnehmer ander Sequestration angenommen. Am meisten mochte er fürch-ten, der Schlüssel der Odermündungcn könnte in russische Händekommen, was Peter I. vielleicht auch beabsichtigte. Er begabsich daher nach Schwedt zu dem Fürsten Menschikoff in das 'russische Lager und verhandelte mit ihm über Stettin'). Men-schikoff und Flcmming suchten beide für sich und ihre Herrenbaares Geld; das . besaß Friedrich Wilhelm- Sie verlangtenanfänglich von ihm über 800,000 Thaler Belagerungskosten,ließen sich aber bald mit der Hälfte zufriedenstellen und Men-schikoff schloß zur Beförderung des Friedens und Herstellung j6. Oct. ^ Ruhe in Deutschland im Namen der nordischen Verbünde-1713 ten folgenden Vertrag. !

Nachdem die nordischen Verbündeten sich genöthigt gesehen, ^alle schwedischen Provinzen in Deutschland cinzunchmen und >mit Stettin anzufangen, so übergibt der Zaar die Festung dem §Könige von Preussen, welcher verspricht, sie nicht vor demkünftigen Frieden den Schweden wieder einzuräumen. Eben >das soll mit Stralsund und Wismar geschehen, und der Kö- ?nig von Preussen Anstalten treffen helfen, daß keine schwedi-schen Truppen weiter nach Deutschland gebracht werden. So-bald alle feste schwedische Plätze in Deutschland dem Königevon Preussen werden als Sequester übergeben sein, wollen dienordischen Verbündeten ihre Truppen aus Pommern abführenund nichts Feindseliges gegen dasselbe unternehmen, wogegen >sich der König von Preussen verpflichtet, nicht zu gestatten undes nöthigenfalls mit den Waffen zu hindern, das schwedische !Truppen von Vorpommern aus etwas Feindseliges gegen Po- ^len, Sachsen und Schleswig-Holstein unternehmen, oder wenn ^sie anderweitig diese Länder angegriffen, sich nach Vorpommernzurückzuziehen. Der König von Preussen verspricht auch, im s

1) Daß ex vorher den General Borck nach Schwedt geschickt, gibtBcnckendorf VI. S. 63 an. Es ist sehr glaubwürdig.

2) So erzählt glaubwürdig die preussische kurze Information bei

I-amdert^ IX. x. 243. l