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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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Buch VI. Erstes Hauptstück.

belagern würden, welches auf keinen Entsatz hoffen könne, sobliebe ihm nichts übrig, als im Einverständniß mit den nor-dischen Verbündeten für sein eigenes Interesse zu sorgen undmit diesen rücksichtlich der pommerschen Festungen Verbindlich-keiten einzugchen, deren mögliche Unannehmlichkeiten lediglichMeyerfeldt werde zu verantworten haben'). Die holsteinischen14. Juli Minister crwiedcrtcn, wenn sich kein anderes Mittel ausfindigmachen lasse, den Feinden Schwedens Stettin aus den Hän-den zu winden, so baten sie den König von Preussen, Allesanzuwenden, was nöthig sei, um Mcycrfcldts Hartnäckigkeitzu überwältigen, wolle er das, so würden sie ihrerseits denKönig von Schweden überzeugen, daß Preussen es gut mitihm meine, ausserdem müssten sie glauben, dieses habe nichtLust, die über Stettin getroffene Verabredung zu halten, seivielmehr mit den Feinden Schwedens in Verbindung getreten^).Friedrich Wilhelm verstand sehr wohl, daß die holsteinischenMinister ihn selbst veranlassen wollten, Stettin mit Gewaltanzugreifen, wodurch er wahrscheinlich nicht nur mit den nor-dischen Verbündeten, sondern auch mit Karl XII. in Feindschaftgerathen sein würde. Er ließ daher die Minister ersuchen, sichdeutlich zu erklären, ob Schweden damit zufrieden sein undes nicht als Feindseligkeit ansehen werde, wenn er den nordi-schen Verbündeten Geschütz und Kriegs- und Mundbedarf zu-kommen lassen würde, um Stettin angreifen zu können, dennfür diesen Fall hatte ihm schon Peter I. die Besetzung Stet-tins nach der Eroberung angctragen. Die holsteinischen Mi-nister erwiederten, sie blieben bei ihrer vorigen Meinung, dochkomme Alles auf Friedrich Wilhelms Absichten an, die sie zuwissen wünschten, da sie über Karls Meinung nichts Bestimm-tes sagen könnten^).

1) Das Schreiben im lAsatr. Lurop. v. I. 1713 S. 612 und beidilorciderß III. p. 25.

2) Idsatr. Lurop. v. I. 1713 x. 613.

3) Daselbst S. 614. Wegen nachteiliger Gerüchte, die verbreitetworden, erklärte Preussen am Reichstage, 5. August 1713, der Königwünsche Frieden und Beilegung der nordischen Streitigkeiten, wenigstensauf dem Boden des Reichs Er habe das Unglück von Pommern abwcn-