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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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Der nordische Krieg.

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Der Kaiser und das Reich setzten den Krieg gegen Frank-reich ohne günstigen Erfolg fort, bis ihn die gegenseitige Of-fenheit des trefflichen Eugen von Savoyen und des hochherzi-gen Villars beendeten und Frankreich mit dem Kaiser (6. Marz1714) zu Rastadt, dann mit dem Reiche (7. Sept. 1714) zuBaden Frieden schloß. Geldern wurde darin dem Könige vonPreussen bestätigt').

Es waren aber gleich anfangs nicht die Angelegenheitendes Westens, sondern die des Ostens, welche die Aufmerksam-keit Friedrich Wilhelms vorzugsweise in Anspruch nahmen; nunkonnte er sie diesen ungetheilt widmen. Karl XII. hatte, wiewir bereits 2) erzählt haben, die ihm durch das Haager Concertgewährleistete Neutralität seiner deutschen Provinzen verworfen.Der General Steenbock war von Pommern aus nach Mecklen-burg gezogen und, nachdem er die Sachsen bei Gadebusch ge-schlagen, in das Holsteinsche cingedrungen, wohin ihm das50,000 Mann starke Heer der vereinigten Russen, Dänen undSachsen folgte. Der Administrator von Holstcin-Gottorp, odereigentlich dessen Minister Görz öffnete ihm, als gewissermaßengezwungen, die Festung Tönningen und bcdung sich einen Theilvon den auf Kosten des Königs von Dänemark zu machendenEroberungen aus, während er diesem versicherte, parteilos blei-ben zu wollen^). Die nordischen Verbündeten schlossen Tön-ningen ein. Sowohl England als die Generalstaatcn wünsch-ten friedliche Beilegung des nordischen Kriegs, noch mehr derKaiser und die deutschen Reichsfürstcn, am meisten Preussen,indem die Reichslande fortwährend den Durchmärschen undVerwüstungen der fremden Kriegsheere ausgesetzt und zunächstdie preussischen Provinzen unablässig bedrohet waren. Es hat-ten sich deshalb bereits im December des Jahres 1712 Be-vollmächtigte vom Kaiser, Preussen, Hannover, Braunschweig,Münster und Hessen-Kassel in Braunschweig versammelt, dochverzögerte sich die Eröffnung des Congresses bis zum Früh-

1) Dumont vm. 1. p. 415 u. 436.

2) Oben S. 162 u. 164-

3) Hojer 1. S. 243.