Federungen an Holland.
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und das Aufgeben gerechter Ansprüche auf ansehnliche Stückeder manischen Erbgüter. Seitdem ließ Friedrich Wilhelm nurnoch 6000 Mann als Neichscontingent am Nheine stehen, solange der Kaiser den Krieg gegen Frankreich fortführte, suchteaber gegen Holland eine Menge von Anfoderungcn geltend zumachen, welche er aus verschiedenen Rechtsgründcn zu habenglaubte. Sein Vater war durch Vertrag mit Spanien unterGewährleistung der Generalstaaten und' Englands (20. Octbr.1697) mit einer Foderung von 108,000 Thalern auf die Pre-vote Mons angewiesen worden. Durch die seit vielen Jahrenrückständigen Zinsen war die Summe auf 200,000 Lhaler ge-stiegen. Als Mons nicht zahlte, ließ er den Grafen d'Espi-nois fcstnehmen, nach Wesel bringen und erklärte, ihn vor er-haltener Bezahlung nicht in Freiheit setzen zu wollen. Er er-hob im Luxemburgischen, welches die Gencralstaaten scquestrir-ten, um es nach Abschluß des Friedens dem Kaiser zu überge-ben, Contributionen, als wenn noch Krieg wäre, kehrte sichnicht an die ihm von den Generalstaaten gemachten Vorstellun-gen, drohete mit militairischer Exccution und hob Geiseln aus').Er legte einen Zoll in Well an der Maas an, worüber sichdie Generalstaaten ebenfalls vergeblich beklagten, und verlangtevon diesen noch eine jährliche Rente von 80,000 Thalern ausder manischen Erbschaft, während sich das Haus Nassau überFriedrich Wilhelms eigenmächtige Abtretung des FürstenthumsOrange an Frankreich beschwerte *). Er wollte sich der vonden Holländern besetzten, als zur manischen Erbschaft gehöri-gen Festung Grave bemächtigen , was doch vorher ruchbar unddurch Verstärkung der Besatzung verhindert wurde ^)- Er be-mächtigte sich der mitten im Lüttichschen liegenden BaronieHeerstall, welche ihm der lütticher Lehnhof zugesprochen, undließ sich von den Einwohnern huldigen, während gemäß desmit seinem Vater (28. Juli 1712) abgeschlossenen VergleichsAlles im damaligen Zustande bleiben sollte"). Vergeblich wa-
1) l.nml>srt^ VIH. p. 197.
2) Ebendas, p. 712.
Z) Ebendas, x. 715..
4) Ebendas, u, p. 769.