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3 (1841) Von 1688 bis 1739
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242
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242 ' Buch VI. Erstes Hauptstück.

nes Ministers Einsicht, und man darf im Allgemeinen mit Zu-versicht annchmen, daß er in dem Gange, den die auswärti-gen Verhältnisse Preußens jetzt nahmen, ihm weit mehr folgte,als den Weg angab

Wir haben bereits gesehen, wie durch die Trennung Eng- ,

lands von dem großen Bunde gegen Frankreich der spanische ^

Erbfolgekrieg für den durch so viele Niederlagen erschöpften, jabis aufs Acusserste gebrachten Ludwig XIV. eine weit günsti- !gcre Wendung erhielt, als dieser ausserdem je hätte hoffenkönnen. Es ließ sich voraussehen, daß der bald von allen sei- !nen Bundesgenossen verlassene Kaiser, ohne Mittel, die vonihnen gestellten Söldnerhaufen zu bezahlen, den Krieg nichtwerde mit Aussicht auf Erfolg fortführen können, und esmochte dem Könige von Preußen daher billiger Weise nichtverargt werden, daß er Maßregeln nahm, aus diesen Umstän-den für sich soviel Vortheil als möglich zu ziehen. Dem eng-lischen Cabinete lag, um den Kaiser zu schwächen, daran, daßPreußen einen vortheilhaften Frieden erhielte. Es sollte daher ,das ehemals spanische Oberquartier Geldern bekommen, was 'es sehr wünschte, obgleich das weder die Generalstaaten nochder Kaiser gern sahen. Schon kurz vor dem Tode Friedrichs I.hatten indessen die Generalstaaten (30. Jan. 1713) sehr ge-heim einen zweiten Barrierevertrag mit England geschlossen,und auf dessen Verlangen den ersten Barricrcvertrag (vom 29.Octbr. 1709) aufgehoben, in welchem festgesetzt war, daß Ober-geldern an die vereinigten Niederlande fallen solle ^). Die Ge-neralstaaten hätten es gerne in den Händen des Kaisers ge-sehen, weil Preußen ihnen ein weniger angenehmer Nachbarwar, allein Friedrich Wilhelm erhielt zugleich durch Englandt 1 März ^ Versicherung, daß auch Frankreich ihm Obergeldern lassen1713 ° wolle. Deshalb bestand er in einem Schreiben an die Gene- ^

1) S. über ihn Benekcndorf VI. S. 49. u. MorgensternS. 47. Seckendorfs Briefe an Eugen sind voll von Klagen über IlgensSchlauheit und daß man ihm nicht trauen könne. Vergl. auch Loenskleine Schriften Lhl. I. Z. Abthl. S. 32 ff., woraus entnommen ist,was bei Bcnekendorf X. S. 63 steht.

2) Dumont VIII. 1. x. 322. Vergl. I-smdert^ VIII. p. 43.