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Buch VI. Erstes Hauptstück.
und Forstsachen der Oberjagcrmcister, für die Schatullgüter undoranischcn Erbfolgesachen der geheime Kriegsrath von Kraut,für die Post-, Münz- und Bcrgwerkssachcn der geheime RathGrabe, ferner die geheimen Kammerrathe von Görne und Wal-ter, lauter Männer, welche der König aus untergeordnetenAemtcrn erhob. Die besonderen Kassen blieben zwar bestehen,mussten aber alle Ucberschüsse vierteljährlich an die Generalcivil-kasse abliefcrn').
Nun vcrthcilte der König alle zur Landesregierung gehö-Z. April rige allgemeine Angelegenheiten departcmcntsweise unter die1713 wirklichen geheimen Räthe, was aber nicht in die einzelnenFächer schlug und dem Könige vorgelegt werden musste, wurdenach Provinzen an die besonders dazu bestimmten sechs Mini-ster verwiesen, so daß der Graf Dohna die Neumark und Pom-mern, von Ilgen Preussen, von Printzen Geldern, Meurs,Lingen und Tecklenburg, von Bartholdi die Marken, vonBlaspiel Minden, die Grafschaft Mark und Ravensberg, undvon Kamecke Magdeburg und Halbcrstadt erhielt^).
Durch strenge Ordnung, genaue Aufsicht und rücksichts-lose Ersparungen konnte der König schon zu Ende des zwei-ten Monats seiner Negierung über eine halbe Million Thalerzur Unterhaltung zweier neuer Grenadierbataillons anweisen,alle Regimenter ergänzen, vor Ablauf des ersten Jahres seinerRegierung sechs neue Regimenter errichten^) und sein Heervon 30,000 auf etwa 45,000 Mann bringen*).
Wie die inneren, so nahmen ihn die auswärtigen Angele-genheiten und zwar sogleich mehr als in irgend einer andern Zeitseiner siebenundzwanzigjährigen Regierung in Anspruch. Wäh-rend der Krieg wegen der spanischen Erbfolge gegen Frankreich
1) Historisch-politische Beiträge u. s. w. LH. HI. S. 19.
2) Cosmar und Klaproths StaatsratkstS. 229 ff.
3) Königs Berlin IV. K S. 12 u. 17.
4) Historisch-politische Beiträge I. S. 325. Friedrich II. 6u lWi-tairo x. 335 gibt an, Friedrich Wilhelm habe 38 Bataillone Fußvolkund 53 Schwadronen Reiter, insgesammt 30,000 M. gesunden. Viel-leicht der eigentliche Bestand, ohne Invaliden und Besatzungen. Vergl.oben S. 210.