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3 (1841) Von 1688 bis 1739
Entstehung
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228
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228 Buch V. Zweites Hauptstück.

Wie er sich vorzüglich der evangelischen Schlesier annahm,haben wir bereits gesehen, sowie daß freilich Karls XII. Schwert ;

mehr vermochte, als Friedrichs Vorstellungen. Seine Bemü- ^

Hungen, hier den Reformirten gleiche Rechte mit den Lutheranernzu erwirken, waren erfolglos'). Bei Eugens Anwesenheit inBerlin (1710) ging er diesen an um dessen Verwendung bei 'dem kaiserlichen Hofe für die Evangelischen in Ungarn"). Demlithauischen Krongroßfeldherrn Sapieha empfahl er die evange-lischen Kirchen in den Fürstentümern der verstorbenen Pfalz-gräsin bei Rhein, geborenen Prinzessin Radziwill, seiner Schwä-gerin "). In Rheinberg setzte er nach dessen Einnahme die !

Evangelischen in den Besitz aller Rechte, die sie vor dem >

I. 1672 gehabt hatten ^).

Durch einen Vertrag mit der Stadt Köln (16. Januar1709) bewirkte er, daß der prcussische Resident sich der prote-stantischen Kirche der Garnison zum Gottesdienste bedienendurste; der päpstliche Nuntius protestirte, der König beschwerte >sich über den Nuntius; der Kaiser genehmigte den Vertragnicht ^).

So sehr er sich nun auch bemühcte, durch eigene Beweisevon Duldung die Lutheraner den Reformirten zu nähern, sowaren Beide doch viel zu sehr gegen einander erbittert, als daßauch die aus den wohlwollendsten Absichten ergriffenen Maß-regeln hatten eine Aussöhnung bewirken können. Eben sovergeblich waren Strafen, welche natürlich nur die Aeusserungen ^des gegenseitigen Widerwillens unterdrückten. Auch darf nicht >geleugnet werden, daß die Begünstigungen, welche die Refor-mirten mehrfach vor den Lutheranern sowohl im Staate alsdurch besonders für sie erbauete neue Kirchen, erfuhren, fernerdie Hinneigung des Fürsten zu der reformirten Form des Got-tesdienstes nicht eben geeignet waren, die Lutheraner günstig

1) I-amdert^ V. p. 76.

L) Eugens Werke Th. II. S. 115.

3) Hiontr. Lurox. XVII. x. 744.

4) Ebendaselbst S. 135.

5) I^wbert? X. x. 262. Bergl. Buchholz IV. S. 278.