Religion und Kirche.
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Er nahm sich der flüchtigen Franzosen, auch der Waldenser,so eifrig wie sein Water an und verlangte (schon 24. Januar1689), Frankreich solle alle aus den eingenommenen Ortschaftenvertriebenen Protestanten wieder in ihre Rechte einsctzen '),protcstirte mit anderen Fürsten gegen die berüchtigte Clauselzum vierten Artikel des ryswiker Friedens und drang fortwäh-rend auf dessen Aufhebung ^). Er klagte (1704) laut über dievorzüglich seit dem Tode König Wilhelms HI. eingctreteneimmer starker werdende Verfolgung der Reformirtcn im Für-stenthume Orange, öffnete ihnen sein Land und unterstützte sicwie die früheren französischen Flüchtlinge ^). Auch bei demutrechter Frieden suchte er den Protestanten in Frankreich Si-cherheit zu verschaffen.
Nicht minder lebhaft beschwerte er sich über die Bedrückungund Verfolgung der Evangelischen in der Kurpfalz, in Ungarnund Schlesien. Er drohete endlich (1704 und 1705), da keineAbhülfe anders zu hoffen, weil cs gegen alles Recht auf Aus-rottung der Evangelischen abgesehen sei, so wolle er die ihmvon Gott in die Hand gegebenen Mittel ergreifen und dieKatholiken in seinen Landern eben so behandeln, wie die Evan-gelischen in der Pfalz behandelt würden, damit die Katholikendiese Angelegenheiten in Regensburg betreiben möchten. Er-ließ alle katholischen Kirchen, Stifter, Klöster, Pfarr- undSchulhauser und geistlichen Pfründen aufzeichnen. Dasführte wenigstens zu einem Vertrage (1703) zwischen ihmund Kurpfalz zur Erhaltung der Gewissensfreiheit und derseit dem I. 1624 besessenen Kirchengütcr der evangelischenPfälzer').
1) Mosers Bericht über die Clausel zum vierten Artikel des rys-wiker Friedens S. 5.
2) Derselbe S. 78, 183.
3) Usindert^ XIII. x. 12.
4) Moser a. a. O. S- 207. Ilieatr. Lurox. XVII. x>. 105u. 133. Vergl. Buch Holz IV. S. 276. Er schickte den rcfornür-ten Predigern der Pfalz 1000 Lhlr. und ersuchte Karl XII., sichder Religionssache in der Pfalz mit anzunchmcn. Ureatr. Lur»i>.XV. i>. 46.
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