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3 (1841) Von 1688 bis 1739
Entstehung
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Die Königskrone. Prachtfest. 93

des Ganzen und oft der unbedeutendsten Einzelheiten beschäf-tigte. In der Enleitung wird gesagt, cs sei bekannt, daß derKurfürst wahrend seiner nun zwölfjährigen glückseligsten Re-gierung ausser drei Leichenbegängnissen, zwei Beilagern, derTaufe des Kurprinzen, der Investitur des englischen Hosen-bandordens und der Einweihung der Universität Halle auchnoch zehn Erbhuldigungen, verschiedene Versprechungsceremo-nien und absonderlich noch mancherlei große Bewirthungen derzu ihm gekommenen hohen Herrschaften, des Zaren Peter,der Könige von England und Polen und mehrerer Kurfürstenund Fürsten des Reichs kurz nach einander auszurichten Ge-legenheit gehabt und dabei dergleichen Magm'sicenz und Anstaltspüren lassen, daß, wofern nach eines römischen Feldhaupt-manns Urtheile, es einem Helden nicht weniger rühmlich, seineTafel wohl anzuschicken, der Kurfürst sich von seinen prächti-gen Ausrichtungen ganz sicher mit eben dem Rechte Ruhmund Verwunderung verheißen könne, als er durch glücklicheKriegs- und Fricdenshandlungen sich schon vorlängst bei ganzEuropa in Vertrauen und Ansehen gesetzt. Dieses Fest habeaber alle anderen übertroffen. Nachdem im Januar die feier-liche Ansprache um die Prinzessin gewesen und die Verlobunggefeiert worden, folgte nun das Beilagcr. -

Der ganze kurfürstliche Hofstaat, wobei allein vierzig Pa-gen, ferner alle Garden, als die Leibgarde zu Pferde und zuFuße, die hundert Schweizer, die Grandsmusquetoirs, Gens-d'armes und Grenadiere, dann des Kurprinzen und des Mark-grafen Philipp Regimenter zu Pferde und zu Fuße wurdendurchgehends neu, vorzüglich aber die Gensd'armes und Grands-musquetairs, welche sämmtlich von Adel mit Offt'ciersrangwaren, höchst prächtig, jene in Blau mit Silber, diese inScharlach mit Gold gekleidet. Alle Kleidungen der Herrschaf-ten und der meisten Hofleute verschrieb man aus Frankreichund anderen Ländern, nicht deshalb, wird gesagt, weil mandergleichen nicht hätte in Berlin aufbringen können, sonderndadurch auch den Fremden an unserer Freude mit Theil zugeben. Daher wurden auch zu den Opern der berühmte kai-serliche Sänger Ballerini, der Hautboist des Königs von Po-len, le Risch und der Lheorb und Lautenist de St. Luc aus