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Ich schrieb anderweit an jeden der drei Monarchen und zwar anden Kaiser Alexander, wie folgt:
„Sire! Es zeigt sich eine neue Gelegenheit, meine unterwür-sigsteu, ehrfurchtsvollsten Bitten zu Ew. Majestät zu erheben undich ergreife sie mit gleichem Eifer.
Ich fürchte nicht mit diesen Bitten lästig zu werden, fürmeine Entschuldigung, für meine Verzeihung bürgt die GroßmuthIhrer schönen Seele.
Ich läute gleichsam mit der Tvdtenglocke zu den Freuden Ih-rer Feste, wen» ich, Sire l in diesem Augenblicke Sie und Jhtehohen Alliirten aus den ehrwürdigen Gefangenen aufmerksam ma-che, den Sie lauge Zeit Ihren Bruder, Ihren Freund nannten,wenn ich Ihre Gedanken auf jenes Schlachtopfcr hinlenke, dessenlangsamer Todeskampf immerwährend vor meiner Seele schwebt.Aber ich glaube dadurch, selbst in den Augen Ew. Majestät, eineehrenvolle, fromme Pflicht zu erfüllen, deren Vollbringung mirein süßes Geschäft sepn würde, wenn es auch noch so gefahr-voll wäre.
Sire! bei dem Anstande von Krankheit und Schwäche, bei demich kaum zwei Gedanken an einander zu reihen vermag, folge ich,weil ich mich nicht auf meinen Kopf verlassen kann, blos denEingebungen meines Herzens und begnüge mich Ew. Majestätnochmals die Note vorzulcgen, welche ich Ihnen bereits nachAachen zu übersenden wagte, besonders da die Umstände sich nochganz gleich sind und ich mithin nichts besseres rhun kann, alsEw. Marcstät das nämliche Bild, die nämlichen Thatmcheu, dienämlichen Bemerkungen, die nämlichen Wahrheiten aufzustellen.
Nur wenn das berühmte Schlachtopfer, meiner damaligen Ver-sicherung ungeachtet, gegen mein Erwarten, gegen die Meinung derAerztc, noch leben sollte, wenn es wirklich noch nicht unterlegen hat-"te, daun müßte ich es wagen, Ew. Majestät daran zu erinnern, daß,diese unerwartete Fristung seiner Tage, die für ihn nur eineVerlängerung seiner Leiden wäre, vielleicht für Ew. Majestät eineWohltbat des Himmels werden könnte, welche die ewige Vor-sicht Ihrem Herzen — Ihrem Nachruhme erzeigen will. — Ach!Sire! dann wäre cs noch Aeit!! — Aber der Augenblick ist kost-bar! — Ihre ganze Macht kann sein Verschwinden nichtaufhalten! Die Reue würde zu spät kommen, sie würde nichtim Stande sepn Ihr Herz zu beruhigen, würde die verlorne Ge-legenheit zu einer großmüthigeu, edlen Handlung, zu dem süße-sten, frömmsten, dem ehrenvollsten aller Gefühle, dem heiligstenfür alle Geschlechter, dem herrlichsten, womit Sic Ihr glorreiches