Druckschrift 
12 (1824)
Entstehung
Seite
100
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mit ihrem Pnvathasse, mit ihren Besorgnissen, vor dem, was fol-gen könne, auf der Hut waren. Sie machten ihre Sachen so gut,das, die Furcht im Rathe der Könige über jede Großmuth siegte.Sie zeigten, wie groß der allgemeine Antluil an ihrem Schlacht-vpfer, wie furchtbar es mithin sei und wahr ist es die öf-fentliche Meinung hatte sich auf höchst ehrenvolle, großsinnigeWeife überall, nicht blos in Tcutschland, sondern in jedem andernLande ausgesprochen und cs ist wohl zu glauben, baß diese lautewohlwollende Stimmung, von der die hohe Versamminug Zeugewar, ihm, dem sie zu statten komme» wollte, großen Schaden ge-bracht hat gleich, als hätte es Napoleons Loos seyn sollen, daßjeh! die Thcilnahme der Teutschen im Unglücke ihm eben so nach-theilich werden mußte, als ihre Erbitterung ihm zur Zeit der höch-sten Macht unheilbringend gewesen war. Es wurde sogar den eng-lischen Ministern Schuld gegeben, daß sie bei den Mitteln Napo-leons gräßliche Gefangenschaft fortdauern zu lassen, sich einer nie-drigen Jntrigue, eines schändlichen Betrugs bedient hätten. Manbehauptete nämlich, sie hätten, um die bereits wankenden Monar-chen auf's neue in ihren Beschlüssen zu befestigen, einen Plan zurFlucht geschmiedet, und hierbei den eben zur rechten Zeit hierüberentstandnen Lärm, das plötzlich nach allen Seiten hier ausgestren-te Gerücht benutzt, welches mit dem Mnsquito nach Europa kam;ein Gerücht, von dem, sobald nur der Zweck erreicht das-thige Gegengewicht für die Gunst der öffentlichen Meinung da-durch erlangtwar, kein Mensch mehr sprach, worüber man sodanndurchaus nichts Näheres, nicht die mindeste Bestätigung erfuhr.Es blieb mithin eine bloße beleidigende Vermuthnng, eine offen-bare Lüge, bei welcher die englischen Minister wahrscheinlich keineandere Schuld haben, als daß sie, durch zahllose Vorgänge, biszu welchen sie sich in ihrem Verhalten gegen Napoleon erniedrig-ten, Vermnthungen dieser Art begründete».

Zu meinem Verdruß hierüber kam nun noch die Besorgniß,daß die ehemaligen Beunruhigungen mich aufs Neue in meinerfriedlichen Einsamkeit störe» würden. Wir naheteu uns den Früh-lingstagen des Jahres iSig Der treffliche Großherzvg von Badenwar gestorben und die Menschen dort, welche uns nicht liebten,waren nun wieder mächtiger geworden. Sie ließen mir vielleichtohne Vorwissen des neuen Großherzogs andeutcn, daß ich die Ba-denschcn Lande verlassen müsse. Der Befehl dazu ward mir nurmündlich gegeben, auch dabei bemerkt, daß ich keinen andern er-halte» würde. Der Vewcgnngsgrund dazu war, wie man sagte,bas Verlangen, mit Frankreich in Freundschaft zu leben und dieBesorgnisse, daß mein Aufenthalt demselben unangenehm sepn