Druckschrift 
12 (1824)
Entstehung
Seite
94
Einzelbild herunterladen
 

Sic sagen mir, daß, wenn der Prinz Lucian Bonaparte Italienzu verlasse» wünsche, er sich nur an einen der Gesandten der großenMachte zn Paris wenden möchte. Jetzt muß ich jedoch noch ditten,mir zn sagen, vd, wenn er diese Erlanbniß erhielte, er auch ausdie Gewährung seines Ihnen von mir vorgetragenen Wunsches snach St. Helena reisen zu dürfen, hoffen könne.

Empfangen Sie die Versicherung u- s. w. ß

Der Graf von Las Cafes. ^

Fünfter Brief des Grafen von Las Cafes an den »General Grafen Bertrand. >

Frankfurt am Mayn, den i 5 . May 1818.

Ich schreibe Ihnen heute nur, mein lieber Bertrand! nm den !j

Lag, an dem ich mir fest und unverbrüchlich vorgcnommen habe, k

Ihnen Nachricht von mir zu geben, richtig inne zu halten. Da iin inciucn Verhältnissen nicht die mindeste Veränderung eingctrc-teu ist, so könnte ich Ihnen eigentlich Wort für Wort dasjenigewiederholen, was in meinem letzten Briefe steht. Ich hoffte Ih-nen eigentlich heute von einem andern Orte her zu schreiben; aberein sehr heftiges Aügenübcl, das meine übrigen Leiden noch ver-mehrt, bat mich bis jetzt an dem Antritte meiner Reise nach ei-nigen Bäder» des mittäglichen Teutschlands behindert; doch werdeich nun in einigen Tagen dahin abgeyen.

ES freut mich zu hören, daß Ihnen meine frühen, Zuschriftenrichtig zugesendct werden, auch viele Broschüren au Sie abgcgan-gcn sind und wünsche, daß sie Ihnen die Zeit vertreiben mögen.Unglücklicherweise muß ich Sie ganz blindlings versorgen. Dieörtlichen Verhältnisse müssen mich entschuldigen. Ich thue so vielich kann, da ich für dieses Geschäft mich ganz am Unrechten Ortebefinde! Dazu müßte ich eigentlich in einer Hauptstadt wohnen.

In London soll ich aber nicht seyn und in Paris dürste ich michdamit nicht befassen. So hindert mich gleichermaaßen diese Ent-fernung, Ihne» eine Menge von Kleinigkeiten zu schicken, die ichso gern besorgen wollte, wenn ich an Ort und Stelle wäre. Ichwar auf den Gedanken gekommen Ihnen einen kleinen chemischenApparat vorrichten zu lassen; aber ich habe es aufgegebcu, weilich höre, daß er Ihnen nicht von Nutzen seyn werde-

Alle Verwandte des Kaisers sind wohl und erwarten mit Un-geduld den regelmäßigen Lauf Ihrer Briefe, woran sie nicht zwei-feln , wenn Sie nur erst meine erste Zuschrift erhalten und dar-