Druckschrift 
12 (1824)
Entstehung
Seite
90
Einzelbild herunterladen
 

verwickele, enthält; aber ich versichere Sic von Grund der Seele;daß cs gegen meine» Willen geschiehet nnd daß ich mich sehrglücklich schätzen würde, wenn ich Cie davon befreien und dieseSorgen selbst übernehmen konnte- Dies veranlaßt mich, auf sehrnatürliche Weise in bester Absicht, um des gemeinschaftlichen Vor-thcils willen, Sie nicht in Ihrem öffentlichen Character, sondernnur als Privatmann zu fragen, ob ich wohl gänzlich darauf ver-zichten muß, jemals zu Ihnen kommen und dort das fromme Amtausübcn zu dürfen, dem ich den Rest meiner Kräfte und meinesLebens gewidmet habe? Wenn ich dazu die mindeste Hoffnunghaben könnte, so würde ich morgendes Tags die förmliche Bittedesfalls an Lord Bathurst wiederholen. Im entgegengesetzten Fallewerbe ich mich freilich vor einer Maaoregcl hüten, welche nurneue bittre Bemerkungen und Klagen hcrbeiführen möchte — dieich, in Folge meines Charakters, so viel als nur immer möglich,vermeide.

Ich habe die Ehre u. s. w.

^ Der Graf von Las Cafes,

Vierter Brief des Grafen von Las Cafes an denGeneral Grafen Bertrand.

Frankfurt, den >5. April i8i3.

Die Gräfin von Las Cafes hat die Erkundigungen über Ihreund der übrigen Herren Familien fortgesetzt- Ich habe hiernächstselbst geschrieben und ei» Kammerdiener hat meine Briefe bestellt.So habe ich denn erfahren, daß die Ihrigen sich wohl befindenund ruhig sind. Die Schwester des General Gourgaud hat mirunmittelbar einen äußerst lieben Brief voll Zärtlichkeit für ihre»Bruder geschrieben. Mein dritter Versuch hingegen hat nur eingänzliches Schweigen zur Folge gehabt. Sie werden meine An-gaben sehr mager und trocken finden, Herr Groß-Marschall. Esist aber nicht mein Fehler, ich melde Ihnen so viel ich kann. Eiewürden unrecht urtheilen, wollten sie hiervon aus Mangel anSorgfalt und Mühe schließen. — Ich verwende sic ohne Unterlaß-

Von der Familie des Kaisers habe ich fernerweite Nachrich-ten erhalten. Die Mitglieder derselben sind gesund; sein Sehnwird immer schöner. Die Kaiserin hat sehr abgenommen, sagtman mir. Ich habe vhnlängst jemand von der Prinzessin Muratgesprochen- Es war ihm besonders aufgetragen, mir ihre zärtli-chen Besorgnisse für ihren erhabenen Bruder, ihre treue Ergeben-heit, ihre herzlichen Wünsche für ihn zu schildern. Von der Prim