Diener einer andern Religion nicht verlangt. Es würde mir sehr«»genehm sepn, wenn Sie uns über den Ritus der catholischenKirche in solchen Fällen nnd ob man einen sterbenden Catholikendnrch einen Diener der anglicanischen Kirche administriren lassendarf, unterrichten wollten. Wir können übrigens den guten Geistund den Eifer, welchen die Diener der hiesigen Kirche uns beidieser Gelegenheit bewiesen haben, nicht genug rühmen. Cyprianiist am vorigen Freitage an einer Entzündung des Unterleibes ge-storben, nachdem er noch Sonntags zuvor ohne die mindeste Vor-cinpfindung seinen Dienst verrichtet hatte. Ein Kind eines derDomisriken des Grafen Monthvlvn starb einige Lage früher undauch eine Kammerfrau, ebenfalls vor wenigen Tagen zn Longwood.Das kommt von dem ungesunden Clima dieses Landes, wo wenigMenschen alt werden. Leberkrankheiten, Dysenterie und Entzün-dungen des Unterleibes raffen viele Eingeborne, besonders aberdie Europäer hin. Wir haben vvrnämlich bei dieser Gelegenheitund auch schon sonst bisher au jedem Tage das Bcdürfniß einesDieners unsrer Kirche gefühlt. ^ Sie sind unser Bischofs und wirwünschten recht sehr, daß Sie uns einen französischen oder italiä-nischcn Geistlichen schicken möchten. Sie werden die Güte habe»uns hierzu einen instruirten Mann zu wählen, der noch nichtvierzig Jahre alt, von einem sanften Charakter nnd besondersnicht gegen die Grundsätze der auglicamscheu Kirche zu sehr ein-genommen ist.
Herr Plenen hat den Dienst als Haushofmeister übernom-men; aber er ist sehr krank, und wen» auch auf dem Wege derBesserung, doch immer in einem sehr üblen Gesundheitszustände.Eben so verhält es sich mit dem Koche! Es ist daher wohl uöthig,daß Sie, oder der Prinz Eugen, oder die Kaiserin uns einenHaushofmeister und einen französischen oder italiänischeu Koch vonder Zahl derer, zusenden, die am Hofe des Kaisers, oder in ei-nem der Häuser seiner Familie gedient haben.
Ew. Eminenz finden hier augefügt: -stens die in den Por-tefeuille des Herrn Cypriani gefundenen Papiere; -teus eine Na-del, die er gewöhnlich trug und die ich feiner Frau übcrschickenzn müssen glaube; 3 ) die Abrechnung über das, was ihm nochzukömmt und überhaupt 8,287 Frauken oder Pfo. Sterlinge,b Schillinge 10 Penc. beträgt; 4 tcns einen Wechsel, der an seineErben zu bezahlen seyn wird. Da der Kaiser weiß, daß Sie für sei-nen Sohn Sorge tragen und seine Tochter beider Kaiserin Muttersich befindet, so erwartet er einige Notizen über das Vermöge»das Cypriani, welcher ziemlich bedeutende Capitalie» in Genug