Druckschrift 
12 (1824)
Entstehung
Seite
56
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natürlich sehr theuer bezahlen müssen, und hatte gleichwohl, wie iman schon gelesen hat, kaum die Mittel, die ersten Bedürfnisse jdessen ;u bestreiten, für welchen ich stnach mit so ungewisser Aus-sicht große Summen verwenden sollte- Indem ich nun, wahrend jder Dauer des Eongresses irgend eine günstige Entscheidung derhohen Alliirtcn erwartete, sollte ich selbst in meiner Einsamkeit inManheim neue Beweise von der Bosheit Sir Hudson Lowes undder schlechten Behandlung bekommen, womit er seine Schlachtopferquälte. Ein unglücklicher Ober-Canonier eines Schiffes der indi-schen Compagnie hatte mich in Frankfurt ausgekundschaftet undich erhielt ein großes Paquct vom General Dertrand.

Man findet in dem Werke von O'Meara die Geschichte diesesOber-Canoniers und alle die Unannehmlichkeiten welche er von demGouverneur und dessen Vertranten, als der Uiberbringer einerBüste des jungen Napoleon, der für die Überreichung derselbenin Longwovd ein Geschenk zu bekommen hoffte, erdulden mußte,ziemlich weitläufrig erzählt. Anfangs wollte man diese Büste insMeer werfen, dann solche dadurch unterschlagen, daß man vergab,man würde sie selbst Napoleon schenken; sie wurde aber doch amEnde kraft der öffentlichen Stimme und des lautgewordenen Un-willens nach Longwovd gesendet und der Graf Bcrtrand überschick-te dem Canonier, theils für den Werth der Büste, theils um ihn 'wegen der erlittenen Neckereien und Verluste zu entschädigen, ei-tlen von den Wechseln von r-iv Louisd'ors, welche ich ihnen bei i

meiner Abreise zurückgelassen hatte, bat jedoch zugleich ihm den i

richtigen Empfang anzuzeigeu- Der arme Mann, weit entfernt, ^

solches thun zu können, erhielt nicht die mindeste Kunde von dem ^

Briefe des Grafen Bertrand. Cr hatte seine Reise nach Indien ^

sortsetzen müssen, nachdem er seine Büste übergeben hatte und z

blos von Sir Hudson Lowe die mündliche Acußerung vernommen:„daß die Leute in Longwood ihm ein Geschenk bestimmt hätten, erwerde mit der Zeit schon das Nähere erfahren." Als er aus In- ;

dien zurückkam war dem Unglücklichen, während der ganzen Zeit, ^

wo sein Schiff auf St. Helena vor Anker lag, verboten ans Landzu gehen und man begnügte sich damit ihm nur noch Zusagen, daß erdas, was ibm zukomme, bei der Admiralität in London erhaltenwürde, Bei seiner Ankunft in Engla d, erhielt er in Folge seinerBemühungen auch wirklich den Wechsel von Sc.o Louisd'ors; dieswar die erste Kenntniß die er davon erlangte; da aber nun schon i18 Monate verstrichen waren, so hatten die Personen, auf welcheer gestellt war, keine Fonds mehr um ihn zu bezahlen und er mußteLondon mit der schmerzlichen Uiberz^ugung verlassen, daß er seineBüste und sein Geld verloren haoe. Jetzt ging er, als ein Dal-