Verhältnis'», die schrecklichen Wirkungen einer so verderblichen.Haft lange Zeit aushaltcn.
Auch ist der Hingeopferte schon jetzt mit einem Uibel behaftet,das ihn ohne allen Zweifel recht bald dem Tode Zufuhren wird.Die Aerzte nehmen keinen Anstand dies auözusprechen und ichwage daher in der Angst meines Herzens, solches hiermit den er-habenen Souverainen anznzeigen, deren Menschlichkeit, deren Her-zen, deren Weisheit ich »un das Weitere anhcimgcbe.
Gewiß, man kann mich keines Vergehens gegen die Ehrfurchtund Unterwürfigkeit, welche ich den hohen Mächten schuldig bin,beschuldigen. Mein ganzes Leben zeugt für mich und wird bei ih-nen zu einer Bürgschaft bei meiner Kühnheit, so wie mein inni-ges Gefühl ihres hohen Berufs, ihrer Interessen und ihres RnhmSmir die Gewährung meiner Hoffnungen und Wünsche sichert.
Der Graf von Las Cafes.
Brief an Sr. Majestät den Kaiser von Oesterreich,(welchem die vorstehende Note beigeschlossen war).
Sire! — Ich habe am roten Februar es gewagt, die Sorgenund Wünsche eines redlichen Dieners Ew. Majestät zu Füße» zulegen.
Verzeihen Ew. Majestät meiner Beständigkeit; konnte sic Ih-nen wohl lästig seyn? Ich unterwinde mich hiermit Ihnen eineneue Note zu Gunsten dessen vorznlegen, der einst Ihr Bruderwar und den Sie zu Ihrem Sohn erhoben — und füge derselbeneinige glaubwürdige Urkunden bei.
Alle meine.Hoffnungen, Sire! aste meine Entschuldigungen,vereinen sich in Ihren erhabenen Eigenschaften, in Ihren großenTugenden. Ganz Europa bekennt es laut, daß Sie der rechtlich-ste, der sittlichste, der humanste, der frömmste Mensch sind —und dennoch wird derjenige, dem Sie Ihre theure Tochter ver-mählten', der, welchen diese Wahl und die Kirche zu Ihrem Soh-ne gemacht haben, in Ihrem Namen gemartert und um's Lebengebracht.
Zittern Sie, Sire! — daß man Ihnen nicht sein blutiges Kleidbringe! — Und wenn nun einst der Tag des ewigen Gerichts an-bricht, und der höchste Richter der Menschen und selbst der Kö-nige von seinem furchtbaren Richterstuhle herab fragen sollte: Washast Du Deinem Sohne gethan? Welches Loos hat er erlitten?Warum trenntest Du den Gatten von der Gattin? Wie konntestDu es wagen, das von einander zu scheiden, was in meinem Na«