Jchtvates, in dem nachstehenden Briefe, der übrigens ZehnMonate ein Gcheimniß blieb und cs vielleicht auf immer geblie-ben seyn wurde, hätte nicht des Lords erster Untergebener, der Unter-staarssecretair, Herr Goulburn, mich, wie man weiter unten fin-den wird, durch fälschliche und übel angebrachte Acußcrnngen übevmich in dem Hause der Gemeinen, gcwisscrmaaßcn gcnvthigt,meinen Brief bekannt zn machen, was im übrigen dem Leser einUnterpfand mehr, wegen der Aechthcit und der Genauigkeit derdann angeführten Umstände seyn muß.
Brief des Grafen von Las Cafes an den LordBathur st.
s Mvlord! — Wenn ich alle die willkührlichen und tyranni-
^ schon Handlungen, diese Verletzungen der Gesetze, diese Verach-
> tung der Formen, diese Beleidigung aller Grundsätze ruhig ertra-
§ gen wollte, die ich seit einem Jahre, als so lange ich mich unter de»
i Händen Ihrer 'Agenten befunden habe, von ihnen erdulden mußte,
so konnte dieses Schweigen für ein Nachgeben angesehen werden,
! d>rs ein Vergehen an mir selbst, an Ihnen und an der ganzenmenschlichen Gesellschaft seyn würde; — gegen mich, da ich großeVergütungen zu fvdcrn habe, gegen Sie, der vielleicht hierüberin Unwissenheit ist und sie doch gern gewähren möchte und gegen!, die ganze Menschheit, weil sie von jedem rechtlichen Manne er-
! warten muß, daß er sich den Mißbrauch der öffentlichen Gewalt
! dem Gesetze zu Ehren nnd zur Sichcrstellnng seiner Nachkommen
nicht gefallen lasse.
! Mylord! Wenn ich so lange angcstanden habe, meine Be-
^ schwerden bei Ihnen anznbringen, so ist eS Ihre eigne Schuld —es ist die Schuld der Verfolgung, die ich auf Ihren Gestaden ge-snndcn habe und die Sic in den Nachbarländern veranlaßten. Es! scheint als habe man eine neue Art der Bestrafung gefunden —
^ die Deportation auf die Landstraßen. — Ich bin todtkrank, wie
I ein Missethäter mit dem Schub von Stadt zu Stadt gebracht
worden, ohne daß man mir irgend eine Ursache zu diesem Ver-! fahren angegeben, ohne daß man mir nur einen Augenblick Ruhegelassen hat. Wie konnte ich da Ihnen schreiben? —
Wenn ich mich aber nun in dieser mich betreffenden Angele-! genheit an Ew. Herrlichkeit persönlich wende, so geschieht dieß umdeswillen, weil die Handlungen, worüber ich mich zu beklage»habe, in Ihrem Departement und in Ihrem Namen begannen,! in Ihrem Departement und in Ihrem Namen fortgesetzt wurde»