Druckschrift 
12 (1824)
Entstehung
Seite
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Und — noch einmal — was ist denn eigentlich die Vergün-stigung, wobei ich Ew. Majcft'r Protektion erbitte? — Nichts,als daß man mich da dulden möchte, wo ich am sichersten, am be-quemsten, nach den Formen die hierüber festgesetztw e r d e n k ön »ten und den Vorschriften, welche schonvorhanden sind, ans der Ferne die häuslichen Sorgen fort-setzen durste, die man mir nicht länger im Gefängnisse selbst aus-zuüben gegattet; das ist Alles.

In jedem Falle, Sire! bitte und hoffe ich von Ew. Majestät dieBewilligung dieser Gnade. — Wie glücklich würde ich seyn, wennHöchst Dieselben geruhen wollten, bis zu mir d b zu blicken undmeiner Sorgfalt den Thcil Ihres moralischen und persönlichenInteresse anzuvertrauen, worauf Ew. Majestät, bei Eingehungjener wichtigen Verbindlichkeiten, doch gewiß nicht verzichtet habenwerden. Und wer, Sire! würde besser hierzu geeignet sepn alsich, wer mit größerem Eifer Höchst Dero Befehle vollbringen?Ich habe mich selbst aus meinem Vaterlande verbannt, um ohneallen Zwang, ohne alles Hindcrniß den Rest meines Lebens dieserPflicht zu weihen. Sire! ich beschwöre Sic, mich zu hören, mei-nen Bitten nachzugcben. Wem aber sollen Sie gewidmet sepndiese Sorgen? wer ist es, Sire! dem ich so tren und eifrig dienenmöchte? — Cs ist der Mann, den Sie sonst Ihren Freundnannten! —

Ach, Sire! Wie wuuderherrlich, wie rühmlich sind nicht schondie Thaten, welche die Geschichte von Ew. Majestät aufzählenkann. Lassen Sie nun noch die Handlungen einer noch seltnernTugend hinzukommcn. Erfüllen Sie die Pflicht der Freundschaft,damit man einst vön Ihnen sagen möge: Bei den schrecklichstenZusammentreffen politischer, sich widerstrebender Verhältnisse, wiees vorher noch nie vorhanden war, zeigte er der Welt etwas hö-heres, als die Kn».. zu siegen — die beachtende Erinnerung aneine ältere Freundschaft! —

Wenn Sire! der Kaiser Napoleon auf seinem Felsen von Din-gen, die ihn betrafen, wie von einer Sache sprach, die vor Jahr-hunderten schon geschehen sei — und wie dereinst vielleicht die Ge-schichte davon sprechen wird — so sagte er oft: Ich habe mitdem Kaiser Alerander nur einen politischen Krieggeführt. Unfern persönlichen Gefühlen war er fremd;ich kann mir gar nicht denken, daß er selbst eine»5)aß gegen mich hege. Ein Umstand, der Ihrer ganz würdigwäre, Sire! bestänre ihn noch in dieser Meinung. Ls drang näm-lich ein Gerücht bis hinauf zu uuserm Felsen, daß Ew. Maiestät