Druckschrift 
12 (1824)
Entstehung
Seite
4
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Couvert des Oesterrcichischcn Staats-Kanzlers, Herrn Fürsten vonMetternicl). Nächstdem wendete ich mich an die Drei großen Mur-ten Sonveraine. Hier folgen diese Briese iusgesammc:

Brief an Marie Louise vom Vorgebirge der gutenHoffnung in Europa abgescndet.

Gnädigste Frau! Kaum habe ich St. Helena verlassen, sobeeile ich mich auch schon mit pflichtschuldigem Eifer Ew. Maje-stät Nachrichten von Dero erhabenem Gemahle zu Füßen zu legen.

Ich bin ihm plötzlich entrissen worden, hatte vorher keine Ahnungvon diesem Ereignisse gehabt, ja! es war, als ob ich an seinerSeite vom Schlage gerührt würde. Daher bin ich denn auchnicht so glücklich, mit einem besonder» Aufträge oder einer son-stigen Sendung an Ew. Majestät beehrt zu sepn und ich mußmithin, das was ich an Ew. Majestät gelangen zu lassen wage,aus seinen täglichen Gesprächen und Gewohnheiten entnehmen.

Bei der gänzlichen Vergessenheit aller Welthandel verweilteder Kaiser am öftersten bei dem liebevollen Andenken an seine Fa-milie. Es gehörte zu seinen Leiden, daß, vbschon er seinenWunsch jenen Menschen, die ihn bewachen, offiziell ausgedrückthatte, er dennoch keine Nachricht von denen erhielt, die ihm dasTheuerste auf der Welt sind. Ew. Majestät werden diesenSchmerz in dem Briefe, womit er mich nach meiner Trennung !von ihm beehrt hat, von seiner eignen Hand ausgedrückt finden.

Ich nehme mir die Freiheit Ew. Majestät eine Abschrift davon bci-zulegen.

Bei meiner Abreise war die Gesundheit des Kaisers sehr an-gegriffen. Er befand sich in jeder Rücksicht sehr übel. Cs man-gelte ihm an einer Menge von Bedürfnissen und au jeder Art vonGenuß. Glücklicherweise überwindet sein Geist Alles Sein fe-ster Charakter bleibt ruhig und beiter.

Er sah sich in die Nothwendigkeit versetzt, jeden Monat einenTheil seines Silberwcrks verkaufen zu lassen, um die täglichenunvermeidlichen Ausgaben bestreiten zu können und es war soweitgekommen, daß er die kleine Summe annehmen mußte, über wel-che ein treuer Diener bei dem Scheiden von ihm, zu seinen Gun-sten in England disponircn konnte.

Mit der tiefsten Rührung meines Herzens, wage ich es, gnä-digste Frau! als ein redlich gesinnter Diener, in der Hoffnung,daß Ew. Majestät cs gnädigst aufnehmcn werden, ein Opfer daSmir höchst kheuer ist, einige Haare, die ich von Dero Dnrchlauch,