müdct, krank und schwach. Mir ist als wäre ich von den Wellenbis hieher geworfen worden; ich muß umkommen, wenn ich nichtendlich den Hafen erreiche. Ich bitte dringend im Namen derMenschlichkeit und des Rechtes, daß man mich einen Augenblickzu Odem kommen lasse. Ich habe auf meiner gleise einen allge-mein verbreiteten Jrrthum wahrgenommen. Alle diejenigen Per-sonen, welche über meine Person verfügten, waren höchst ver- ^wundert, wenn ich ihnen naher auseinander setzte, daß in Frank-reich gegen mich weder ein Gesetz spreche, »och irgend ein beson-derer Prozeß anhängig, auch nie etwas vorgefallcn sei, das einVerfahren gegen mich veranlassen können. Ich bitte daher, HerrGraf! um die Gewogenheit, hier jedem Mißverständnisse, das ^auf einen meinethalben zu fassenden Beschluß einwirken könnte, >durch Ihr Acuguiß zuvorzukommcn und. mir denjenigen natürlichenSchutz angcdcihen zu lassen, den ich von Ihrem öffentlichen Cha-ractcr erwarten kann. Ich habe die Ehre n. s. w-
N. S. „Ich glaube Ew. Crcellenz noch sagen zu müssen,daß ich von den Umständen gedrungen, vor einigen Tagen, anSr. Majestät den Kaiser von Oesterreich geschrieben und um einAsyl in dessen Staaten für den Fall gebeten habe, daß meineFreiheit beschränkt würde. Aber ein fernes Land, dessen Sittenund Sprache ich nicht kenne, würde mir nur im Nothfalle convc- >uiren. Mir liegt sehr daran, mich so wenig als möglich vonFrankreich zu entfernen, thcils um meine Familie wieder zu se- !hen, theils um für meine häuslichen Angelegenheiten zu sorgen, ^die ich seit Drei Jahren vernachlässigt habe. Brüssel ist der Ort,in welchem ich außer jenen Vorthcilen auch noch Gelegenheit zuErziehung meiner Kinder finden und wo ich wegen der Sprachesehr gern wohnen würde. Ich habe Herrn de Latour du Pin er-sucht, mir dieses auszuwirken und ich wage jetzt, auch Sie z»bitten, das Ihrige hiezu gütigst bcizutragen."
Ich erhielt zu Frankfurth eben so wenig eine Antwort, alsin Belgien. Sr. Ercellenz blieben jedoch nicht unthätig und manversicherte mir, daß dieselben sogleich den Senat der freien undsonocrainen Stadt veranlaßt habe, mich binnen 2, Stunden aus-zuliescrn. Glücklicherweise war dem Preußischen Offizier, der indem Falle gewesen wäre, mich begleiten zu müssen, an dieserFortsetzung der Reise nichts gelegen und er bewirkte daher durchseine Gesandtschaft, daß man mich nicht fortließ. Man stritt sichnun also über mich und ich war anfangs entschlossen, ruhig abzn-w arten, ivcr sich am Ende mit meiner Person belästigen würde— aber, einem weisen Nathe zu Folge, wendete ich mich endlich