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Nachtr., 1 (1825)
Entstehung
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§. 62.

19. Juni 1816.

Der Kaiser sagte mir oft, daß die Relation der Feldzüge in Italien untermeinem Namen erscheinen, daß sie mir geschenkt, daß sic mein Eigen-tlmm seyn solle. Ich darf mich also dem Traume überlassen, daß ihrAbdruck einst statt finden werde. Bd. 6 . S. 104 .

Hierauf glebt nun der Verfasser den Plan an, den er bei derHerausgabe deö Werks befolgen wollte.

Man weiß nicht, wie man das mit dem vereinigen soll, wasjetzt wirklich geschieht. Die Feldzüge von Italien werden einenTheil der Memoires äs Aastoleori bilden, welche der Graf von Mon-tholon hcrausgiebc und wovon bereits zwei Bände erschienen sind.Sie sollen den dritten ausfüllen (der bereits unter der Presse istund nächstens herauskommen wird) und wahrscheinlich mehrere nochfolgende Bände. Was den Druck und das Format betrifft, wovondas Tagebuch spricht, so kommt es in mehrern Punkten mit demüberein, was Napoleon hierüber diktire hat.

§. 63..

27. 2uni 1816.

Eine Konscrlptivn von den reichsten Erbinnen, die er unter seine Generale

vertheilen wollte. Dd. 6 , G. 108 .

Diese elende Verläumdung hatte selbst in Frankreich Gläubigegefunden, so albern sie auch in Beziehung auf unsre Sitten, unsreBegriffe und die Gewißheit ist, daß ein solcher Gedanke, der einVerstoß gegen unsre liebsten Zntereffen und unsre Dorurtheile seynwürde, bei seiner Ausführung überall unüberwindliche Schwierigkei-ten gefunden haben müßte. Mehrere Züge beweisen, daß wenn auchNapoleon reiche Erbinnen für seine Generale wünschte, er doch zuErreichung dieses Wunsches nur gesetzliche Mittel in Anwendungbrachte. Der, für welchen er ohne Zweifel die größte Zärtlichkeitempfand, den er als Sohn adoptirte, weil er 2osephinens Sohnwar, für den er die reichste Erbin Frankreichs begehrt haben würde,war Eugen Beauharnais. Ein Kind von dreizehn 2ahrcn undsechs Monaten, das ein Vermögen von hunderttausend Frankenjährlicher Einkünfte aus schlecht verwalteten Gütern besaß, von de-nen die Hälfte noch ganz unkultivirt waren, gehörte damals zu denSchäfchen in der Heerde des Bischofs Bcrnicr zu Orleans. ESkommt in Frage. Eugen langt an, zeigt sich und reifee wieder zurück,ohne von dem jungen Mädchen, dem die Eltern völlige Freiheit derWahl lassen, bemerkt zu werden. ES kommt ihm nicht darauf an,