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sein Gesuch auszutauschen, ohne jedoch seinen Zweck erreichen zukönnen. Er unterließ es nun ganz, nahm seine Partie, erzählteseine Geschichte aller Well und lachte selbst am meisten darüber.
§- 13 -
12. November 1815.
Behandlung Ferdinand des Siebenten. Bd. s. S. qi.
Man muß sich wundern, wenn man in dem Tagebuche Feh-ler und Verstöße gegen die Zeit selbst bei Dingen findet, die derVerfasser ganz genau wissen mußte, und wobei er, wenn er zweifel-haft war, so leicht die Wahrheit erfahren konnte.
Er behauptet, daß Ferdinand der Siebente bei seinem Aufent-halte in Valencey Mademoiselle de Tascher, Josephinens leiblicheNichte und Namensschwester, nach dem Beispiele des Prinzen vonBaden, der sich mit Mademoiselle von Bauharnais vermählt hatte, .von dem Kaiser zur Gemahlin erbeten habe. Diese Demoiselle deTascher, setzt er hinzu, ist die nämliche, welche der Kaiser späteran den Herzog von Aremberg verheirathete und zur Gouvernantinder Niederlande machen wollte. — Sie war aber schon vor derAnkunft Ferdinands in Valencey vermählt, mithin konnte dieserFürst nicht um ihre Hand bitten. Es war die Tochter LucianS,Nichte von Napoleon, um welche er anhielt, ohne sie jedoch zu be-kommen.
Der Herzog von Aremberg nahm an dem Kriege In SpanienTheil, während Ferdinand sich zu Valencey aufhielt. Er hatteselbst ein Regiment auf eigne Kosten errichtet. Mademoiselle vonTascher ist ein Gegenstand der Launen des Glücks, wie es deren soviele giebt. Sie liebte den Mann nicht, den man ihr zum Gemahlbestimmt hatte, und da sie wohl fühlte, daß sie ihn nie lieben wür-de, so vertraute sie sich Josephinen, was sie bei Napoleon selbstnicht wagte, in Hoffnung, daß ihr Geheimniß durch sie auch ihmkund werden solle. Aber Josephine schwieg und die Vermählungwurde vollzogen. Der Herzog von Aremberg hatte die Fürsten-thümer längst verloren, welche seine Familie früherhin besaß undglaubte durch diese Verbindung einen Theil derselben wieder zu er-halten. So glänzend sie nun auch für die Tochter eines bloßen ^Edelmanns war, so wollte doch Mademoiselle von Tascher dies nichteinsehen — und der Fürst, den sie stets mit der größten Kälte !behandelte, sah bald wie er mit ihr daran war. Sie trennten sich, !die Ehe wurde für nichtig erklärt, weil die Mutter der jungen P»r- ^son nie ihre Einwilligung gegeben hatte. Mademoiselle von Tascher, !