Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
193
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Und die Heerschaar, die vom Tod er durch Blutlossprach,Hub sich empor, und ihr Gewand goß Strahlen um sie her.Ihr Triumphlied scholl, wie das Weltmeer braust,

Und das Getön stieg hoch mit dem Gerichtsruf auf.

Sie erlagen dem Wonnegedanken. Die Saiten nur tönten.Aber nicht lange, so scholl ihr Gesang von Neuem zur Harfe:

Aussaat, die gesät ruhte, bis ihr Gott rief, daö GefildMit Goldglanz zu bedecken! Selige, die, Staub zu Staub,In sich einschloß säumende Nacht,

Bis floh der Aeon Sterblicher dahin!

Aussaat, o, wie reif schimmerst du her! Laut ruft imGefild

Die Heerschaar zu der Ernte! Selige, die, Glanz zu Glanz,Der Vollender sammelt, wie nimmtDes neuen Aeons Herrlichkeit euch auf!

Jetzo sangen mit himmlischem Lächeln die Ersten der Engel;Tönender strömte der Psalter Strom zu dem Wonnegesange:

Todt', erwacht! Todt', erwacht! Der Gerichtstag hallt's.Der Aufruf der Ernter des GefildsErtönt froh. Der Staub hört's da, wo er sanftSchlummert, hinschallen-. Schutzengel rufen ins Gericht.

Eilet, schaut auf zum Thron, die mit Huld Gott rief!Erwacht, eilt, steht auf, strahlt von dem GrabEmpor ihr, die Jesus frei des GerichtsMacht! O Miterben, kommt, nehmt die Palmen in Triumph!

Älepstock, Mesgaö. ill. 13