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Ach, Sardis, ach, Sardis! Weltrichrer,
Erbarm' dich! des Herrn Sohn, verschone!
Sie liegt todt und ihr Wahn wähnt, daß sie lebe!
Gott Mittler, schon' ihrer!
Ach, höre! wach', Sardis, wach', Todte,
Vom Schlaf ans! Es schreckt schon von fern her,
Mit Eil' droht, mit Vollendung das Gericht dir!
Hör', hör' sein Drohn, Todte!
Weißes Gewand strahlet um Den, der gesiegt hat;
Hell in dem Buch, das vom Heil einst im Gericht tönt,Steht sein Namen; ihn nennt, vor Gott selbstUnd vor den Engeln, der Herr!
Aber ein höheres Chor begann, von Wonne begeistert.Durch die goldenen Harfen herab zu rauschen; sie sangen:
Wie selig ist sie! Wenig Kraft gab ihr der Herr;
Und es blieb dennoch im Bunde, bekannte dennochPhiladelphia stets! Satans Verführter sollSich ihr bang nahn, in den Staub sinken vor ihr!
Wie selig ist sie! Wenig Kraft gab ihr der Herr;
Und es blieb dennoch im Bunde, bekannte dennochPhiladelphia stets! Stunde des Jammers, triffDu den Erdkreis, und vor ihr eile vorbei!
Wie herrlich ist sie! Treue. Schaar, halt', was du hast,Und, o, laß Keinen die Krone des Heils dir nehmen!