Wenn mir etwas, wie Wahrheit, begegnete, schaut' ich ihm
richtend
Und langforschend ins Antlitz, und spät erst wagt' ich zu sagen:Das ist Wahrheit! Und, wenn ich in jener Irre des WissensSpuren, wo Gott einst wandelte, sah, so betet' ich laut an:Das ist heiliges Land, hier ist die Pforte des Himmels!Lange naht' ich mich nur des Himmels Pforte; doch endlichThat sie sich einst, da ich betete, mir mit göttlichem Glanz ans,Und ich sähe den Sohn in seiner Schönheit. Da ging ichMeinen gewandelten Weg zurück. Nun sah ich der SchöpfungSchatten beller, im Bild enthnlltcre Züge deS Urbilds,
Fand ihn wieder am Kreuz, den ich in dem Himmel zuvor sah.Sah ihn gern so und wußte, dass, der sein Haupt jetzt neigte.Da er entschlief, dem Grabe gebot, ihm Tobte zu senden.Habt ihr also geforscht? send ibr diese Wege gewandelt,
Als ihr, die Tochter Gottes, die freie Wahrheit zu suchen,Stolz vorgabt? O, nennt den Namen, ihr sepd es nicht
würdig,
Ihren festlichen Namen nicht mehr, damit sie nicht eilendWecke den himmlischen Zorn und mit Allmachtsblick euch
vertilge!
Helden würgten das Menschengeschlecht, und Priester der
Christen
Christen bei den Altären; allein am Altar, auf dem SchlachtfeldFloß anS der Wunde nur Blut. Ihr habt unsterbliche SeelenDurch gebeimes Würgen vertilgt. Da floß aus den WundenZwar der Tod nicht, welcher zum Leben die Menschen ins
Grab warf,