Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
75
Einzelbild herunterladen
 

75

Brachten, und durch die Natur die neue Schöpfung einherging,Da das stammelnde Lied, nun Halleluja, heraufsticg.

Statt des Gebets um Erbarmung, ihr festliches Heilig ertönteUnd in Iubelgesange den Unaussprechlichen nannte!

Also klagt der mächtige Kläger. Ein Anderer folgt' ihm,Trat gefürchtet hervor und sprach: Getödtete stehn dort,Sind, wie ihre Mörder, verworfen! Ihr Leben, der Endzweck,Der sie entflammte, die Höhn der Religion zu ersteigen,

Hat sie gerichtet: wie tief sie auch den Gedanken des StolzesSenkten ins Herz, und wie sehr geschmückt mit dem Marmor

dieß Grab war.

Dieses sah der Seher von seinem Himmel; doch ihr nicht!Aber, auch wenn ihr es saht, so durftet ihr Den doch nicht tobten,Der unedel nur war, wenn ihr unmenschlich ihn würgtet.Lernet von mir, was ihr thatct! Im Heiligthume war KeinerAußer Dem, der ewig ist, Richter! Wenn Christen die HoheitIhres Glaubens entweihten; wenn Sünder in der Gemeine,Ohne tiefes Gebet, zu sehr dem Sohne sich nahtenUnd, voll Wahns in dem dunkeln Wort von Antlitz zu AntlitzIhn schon anzuschaun, ganz ihres Staubes vergaßenDann zurückgcblcndet nur noch in Träumen ihn sahenUnd sich täuschten, er sey's, ein Bild, seit gestern geborenIn zu heißem Gehirn, sey das Opfer der Schädelstätte:

Sv war er, der für uns zu dem Allerheiligsten einging,Seinem Heiligthume zu nah, die Sünder zu richten,

Als daß Besitzer des Augenblicks von dem Rande der GräberKommen durften, als Helfer, ihm seine Donner zu tragen.Das erkühntet ihr euch. Anstatt mit Zittern zu ringen,