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Lazarus redte mit Ernst und unwiderstehlicher AnmuthVon den Lehren des Mittlers, wie er jetzt tiefere Weisheit,Nahrung sie und Leben deS Menschen, enthüllet mit Einfalt,Jetzo von fern nur hätte gezeigt deS Sterblichen Auge.
Sind hinüber, so sagt er, die kenntnißbegierigen Wandrerlieber daS Grab gegangen: so wird die Ferne zu Nähe,
Und sie lernen zugleich, warum Dieß nicht früher geschähe.Viele Fragende standen um LazarnS her, und AntwortHatt' er schon Wielen gegeben. Itzt sagt'er Einem der Pilger,Der ein Unsterblicher war, kein Pilger mehr auf der Erde:Unsers Mittlers Erniedrigung? . ist für den schärfstender Blicke
Abgrund, wo am Unmerklichsten sich die größten der ThatenZeigen. Denn dort, wo sie sind, sinkt am Tiefsten die Tiefe.Lasset unS menschlich reden von göttlichen Dingen: denn andersKönnen wir nicht. Ein Mensch, der edler ist, handelt; ver-kennet
Wird er, ist voller Gefühl, empfindet eS, daß er verkannt
wird,
Leidet! WaS ist er? Ein irrender sterblicher Mensch, der ein
wenig
Besser rst, alS die Andern; und dennoch weinet er, hält erBittere Thränen zurück, die gerecht ihm scheinen. Und ChristusUnser Mittler? Wir stehn an der Tiefe! Vergleicht; vergleichetAber auch nicht: sonst muß ich schweigen. Der Mittler ist
GotteS
Sohn, ist Gott! Hier schwindet zu nichts daS Bild vor dem
Urbild.