18
Bald sein Erstaunen zn Schrecken. Er hatte wider den SchöpferUnd den Mittler Klage geklagt, mit der Klage begonnen,Mit der Empörung geendet: daß Denen Leiden des TodesBliebe, die doch ans dem Grabe zur seligen Ewigkeit kämen!Und er schaute bestürzt umher und erblickt' in dem ThaleChöre Feiernder, welche, mit junger Blüthe gekränzet,
In den mächtigen Strömen der himmlischen HarmonienFortgerissen, von lieblichen Reih» der Wonne beflügelt,Gottes Pfad in dem Labyrinth der Boselignng sangen.
Und er wallet' hinab, von seinen Thränen zu reden;
Aber er stand bald still. Ihm winkt' ein anderer Engel,
Und er mußte folgen. Verwundernd fühlt' er sich schweben.Ach, nicht lang, und er sah in weiter Fern' sein GeburtslandHinter sich leuchten; er sah's, wie andere Sterne der Schöpfung,Sah es — ach wie erstaunt' er — bei einer Sonne verschwinden.T. Engel des Herrn, wo führst du mich hin? Der Engel
des Herrn schwieg.
T. Engel des Herrn, was Hab' ich beweint? Der Engel des
Herrn schwieg.
Und des Unsterblichen Feuer verlosch ans der blühenden Wange.T. Engel Gottes, ach, hilf mir! E. Ich kann nicht helfen.
Sie flogen,
Wie auf Flügeln des Sturms, und lange verstummten Beide.T. Wer gebot dir, mich wegznführen? E. Der Richter. Sie
sahen
Jetzo die Erde, zwar ferne, doch sthvn noch lockere Gräber.T. Ach, Das sind die Hügel der Todten! E. Daö sind der
Aussaat