Bruchstücke. 241 .
Fünfte Sammlung.
Aus einem triefe des Cornelius Nepvs an Cicero.
1 . sZn seiner Abhandlung über falsche Weisheit führtLactantius ») folgendes Bruchstück eines Briefes von Corne-lius Nepvs an Cicero als Beispiel für seine Behauptungenan:^f „Ich bin so weit entfernt, die Philosophie für dieLehrerin des Lebens und vollkommene Schöpferin der Glück-seligkeit zu halten, daß vielmehr nach meiner Ansicht keinMensch eines Lehrmeisters darin, wie man zu leben habe,mehr bedarf, als die Meisten unter denjenigen Personen, diesich mit dem wissenschaftlichen Vortrage derselben beschäftigen.Denn ich sehe, wie ein großer Theil Derjenigen, die in derSchule die beredtesten Vorschriften über Sittenreinheit undSelbstbeherrschung vortragen, in Begierden nach Ausschwei-fungen aller Art dahin lebt."
u) Ein christlicher Schriftsteller, dessen Schriften in ei-ner trefflichen Schreibart abgefaßt sind; er lebte zur ZeitConstantins d. G.
Aus Briefen Cicero's an Cornelius. Zur Andeutung des Ver-hältnisses dieser beide» Männer.
2. Meine Leute haben, sintemal Alles, was ich ge-sprochen, gesprochen war, beliebt, meinen wihigen, kurzenund treffenden Reden den eigenthümlichen Titel „Sprüche"zu geben. sJm scherzhaften Tone. - Aus Makrobius.^
5. Das fehlt mir noch, daß du mir mit erdichteten Ge-schenken angestochen kämest b)! sAus Priscian.^
b) Gleichfalls im scherzhaften Tone zu nehmen, wie dennCicero den edeln Scherz in der Unterhaltung mit seinenFreunden liebte und selbst vom komischen und fein treffendenNepos. 2s Bbchu. S