524 Anmerkungen.
ließ den Fabrizio in Ferrara heilen und schickte ihn frei nachRom zurück.
Daselbst. Nicht s m ehr v on Spießen h o ffend ncchv o n K a r r e n — Die Spanier bedienten sich in dieser Schlachtgewisser Karren, die mit langen Spießen und Arkebusen be-waffnet waren, ähnlich den Sichelwagen der Alten. S.Uuie-oiaoitioi Istoota el'llalia. Ickbn. X.
St. k. 7. Die Freude der Franzosen über diesen Sieg wardverbittert durch den Fall ihres trefflichen Oberfeldherrn Ga-ston de Foir, der bei'm Verfolgen des flüchtigen Feindesdurch einen Büchsenschuß getödtet ward. Guicciardinischätzt den gemeinschaftlichen Verlust beider Heere auf wenig-stens 10,000 Mann an Todten (Andre bei weitem höher),wovon ein Drittheil auf Seiten der Franzosen fiel. Allein dassiegende Heer erlitt durch den Tod des Oberfeldherrn und vielerandern bedeutenden Anführer einen so großen Verlust, daß derSieg fast einer Niederlage zu vergleichen war.
St. 0» Die Franzosen hatten schon vor der Schlacht dieStadtRavenna belagert. Sie bot jetzt dieUebergabean; allemnoch während der Unterhandlung drang ein Theil des franzö-sischen Heeres durch eine Bresche in die Stadt und verübtedort, durch den erlittenen Verlust erbittert, die entsetzlichsteGrausamkeit. Nicht besser war es kurz vorher der StadtBrescia ergangen. Nimino, Faenza und viele andre Städteder Umgegend nahmen hieran ein Beispiel und ergaben sichfreiwillig den Franzose».
Daselbst. Schick'uns, o Fürst! Trivulz, dengn-tenAlten — Gian - Iacopo daTrivulzio, Marschallvon Frankreich, ei» strenger, aber gerechter und menschlicherHeerführer, wird von König Ludwig XII. verlangt, um dieKricgszucht des französischen Heeres zu verbessern» Daß dieFranzosen durch Unenthaltsamkeit und'schlechte Zucht zu jederZeit in Italien berüchtigt waren, ist bekannt genug, wie auch,daß sie durch Verschwörungen (z. B. die sirilianische Vesper)und heimliche Mordthaten oft dafür gebüßt haben.
St. 12. Bätis — der alte Name des Guadalquivir.