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Theil 2 (1851)
Entstehung
Seite
323
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Anmerkungen. 323

Daselbst. Bretagne's Glorie — Anna von Bretagne,Ludwigs XIk. Gemahlin».

St.73. Die schöne Lippa von Bononicn(Bologna)ist deßwegenmerkwürdig, weitste die Tochter JacopöAriosto'S,eines Vorfahren unsers Dichters, war. Obizzo von Este ver-liebte sich in sie und nahm sie mit nach Ferrara. Nach zwan-zigjähriger Verbindung ließ er sich aufihrem Stcrbebette(I347)mit ihr trauen ; drei ihrer Söhne gelangten nach einander zurRegierung. Durch die Brüder dieser Lippa ward das Geschlechtder Arioste nach Ferrara verpflanzt.

Vierzehnter Gesang.

St. 2. Die Schlacht bei Ravenna, auf welche der Dichterauspielt, ereignete sich am Ostertage des Jahres >512, zwischenden Franzosen, ans deren Seite Herzog Alfons sich befand, undden verbündeten spanischen und pävstlichen Truppen. D r Siegschien sich für die Letzteren zu entscheiden, als aus einmal Alfonsmit seinem Geschütz dem Feinde so kräftig in die Seite donnerte,daß dieser in Unordnung gerietst und mit einem großen Verlustan Mannschaft, Geschütz und Gepäck die Flucht ergriff.

St. 3. Morinen — eine gallische Völkerschaft, die in derGegend des heutigen Boulogne wohnte.

St.-i. Die goldn en Eicheln —das Familienwap-pen des Papstes Julius II. ans dem Hause della Rüvere(Steineiche) war eine Eiche mit goldenen Eicheln.

Daselbst. Dengelbnnd rothen Stab — den Com-mandostab der verbündeten Spanier und Päpstlichen. DieLilie — bekanntlich das französische Wappen.

Daselbst. Da ihr Fabrizio seinem Rom erhieltet

— S. die folgende Anmerkung.

St. 5. Roms herrliche Colvnne zu bewahren

— Fabrizio Colonna, Anführer der päpstlichen Truppen, wardin der Schlacht bei Ravenna verwundet und von Alfons gefan-gen. Die Franzosen drangen eifrig auf die Auslieferung diesestapfernFeldherr»; Alfons aber widersetzte sich ihrem Ansinnen,

St*