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Neunzehnter Gesang.
105 .
Doch scheint mein früher Tod dich so zn peinigen,Sv thn' auch wohl das Gegentheil dir leid.
Kein Lachen noch kann deinerseits bescheinigen,
Daß ich geringer sey, als du, im Streit.
Du magst den Kampf nun theilen oder einigen,Fortsetzen ihn bei Nacht, bei Tageszeit:
Stets findest du mich deines Winks gewärtig ;
Wie, und so oft du wünschest, bin ich fertig.
10k.
So ward der Kampf, nach Leidigem Verlangen,Verschoben bis zum neuen Tagesscheinllnd ließ bis jetzt zum Schluffe nicht gelangen,
Wer von den Kämpfern mag der beste seyn.
Der Ritter kam zum Aquilant gegangen,
Zum Gryph und zu den Andern insgemein,
Indem er bat, sie möchten sich bequemen.
Bis morgen früh bei ihm Quartier zu nehmen.
107 .
Die Ladung ist den Fremden unverdächtig,
Und Alles eilt, bei Hellem Fackellicht,
Der Fürstenwohnnng zu, die, groß und prächtig,Voll schöner Zimmer, jedem Wunsch entspricht.Die beiden Kämpfer nun erstaunen mächtig,
Als sie vom Helm entblößen ihr Gesicht.
Des Ritters Alter scheint, nach allen Zeichen,Kaum achtzehn Jahr' auf's höchste zu erreichen.