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Neunzehnter Gesang.
31 .
Sie sucht die Heilkunst sich zurück zu bringen,Auf welche sie in Indien sich gelegt,
Wo diese Kunst, gleich adelwürd'gen Dingen(Wie man vernimmt), gerühmt wird und gepflegt,lind wo, ohn' erst viel Bücher zu verschlingen,Der Vater sie den Kindern überträgt.
Mit Kräutersäften denkt sie zu verfahren,
Ilm ihn zu rciferm Leben zu bewahren.
SL.
Es fällt ihr ein, daß, als sie hergekominen,
Sie nicht gar weit, im bunten Wiesenklee,
Ein Kraut von großer Wirkung wahrgenommen;Vielleicht war'S Diptam oder Panaeee.
Es stillt das Blut, der Wunde wird benommenDer Spannung Schmerz und jedes andre Weh»Sie findet's bald, eilt davon aufzufafsenUnd kehrt zurück, wo sic Medor gelassen.
33 .
Auf ihrer Rückkehr, tief im Waldesgrunde,Begegnet ihr ein Viehhirt, der zu RoßNach einer Kuh gesucht bis diese Stunde,
Die sich verirrt von seiner Heerde Troß.
Sie nahm ihn mit dahin, wo aus der WundeMedors die Kraft zusannnt dem Blute floß.Schon hatt' er rings das Erdreich so geröthet,Daß sicher bald der Blutverlust ihn tödtet.