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Achtzehnter Gesang.189.
Und Lei sich hatt' er ein'ge Reitersleute,
Die jetzt von fern die beiden Freunde sahn.
Schnell zogen sic heran, denn Jeder freuteDer Hoffnung sich, hier guten Raub zu sahn.Hinwcrfen, Bruder, müssen wir die BeuteUnd unser» Fersen trau'n, sprach Cloridan;
Denn solche Thorheit ist uns nicht geboten,
Zwei Lebende zu opfern Einem Todten.
190.
Er warf die Last vom Nacken sonder Weile,
Fest glaubend, daß Medor ein Gleiches that;Doch dieser nimmt sie ganz zu seinem Theile,
Weil er für seinen Herrn mehr Liebe hat.
Der Andre flieht davon in größter Eile,
Im Wahn, der Freund begleite seinen Pfad.Mußt' er, welch Loos er überließ Medoren,
Er hätte lieber tausend Tod' erkoren.
191.
Die Nciterschaar, die sich der flücht'gen HeidenFang oder Tod nun einmal vorgesetzt,
Zerstreut sich schnell, um rings sie abzuschneiden,Und jeder Ausgang wird sogleich besetzt.
Der Führer ist nicht fern mehr von den Beiden,Die er noch heißer, als die Andern, hetzt;
Denn da er sieht, wie bange sie geworden,
Weiß er gewiß sie von des Feindes Horden.