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Theil 2 (1851)
Entstehung
Seite
175
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Siebzehnter Gesang»

17Ü

9 .

Der Pöbeltroß, um Rettung zu gewinnen,

Floh nach der Kaiserburg in großem Heer ;

Denn starke Mauern hat das Schloß, und drinnenGiebt's Waffen g'nug zu langer Gegenwehr.

Der Mohr, vor Zorn und Hochmuth schier von Sinnen,Tobt ans dem Platze ganz allein umher.

Nichts achtend, schchingt die eine seiner HändeDas grause Schwerdt, die andre Fenerbrände.

> 0 .

Des königliche» Hauses hohe PfortenBringt er durch Schlag und Stoß zum Hellen Klang.Der Schwarm des Volks wirft von den höchsten OrtenGesims' und Thürm' in der Verzweiflung Drang.

Verderb der Dächer achtet Keiner dorten,

Und Holz und Steine gehn denselben Gang,Prachtsänlcn, Quadern und vergold'te Latten,

Die hohen Werth zur Zeit der Väter hatten.

II.

Der König von Algier steht am Portale,

De» Hellen Waffenglanz um Haupt und Brust;

Der Schlange gleichend, die aus dnsterm ThaleHervorgeht, rein von jedem alten Wust,

Und stolz sich freut am neuen Schnppenstrahle,

Sich frischer Jugend, höh'rer Kraft bewußt.

Drei Zungen schnellt sic und ihr Ang' ist Feuer,

Und jedes Thier weicht aus dem Ungeheuer.