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Theil 2 (1851)
Entstehung
Seite
135
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Fünfzehnter Gesang.

87 .

Der Herzog hält den Kopf am Nasenbeine,

Und rund herum enthaart er ihn durchaus.

So trifft er auch das Zanberhaar, das Eine;

Da wird das Antlitz bleich von Todesgrans,Verdreht das Aug' und giebt, nach allem Scheine,Die sichre Kund', es sey mit ihm nun ans.

Der Rumpf, der ohne Kopf ihm nachgeritten,

War, zuckend, gleich vom Sattel abgeglitten.

88 .

Nun eilt Astolf dahin, wo er die Frauenlind Ritter ließ, den Kopf in seiner Hand,

Der alle Zeichen trägt vom Todesgrauen,

Und zeigt den Rumpf daliegend in dem Sand.

Ich weiß nicht, war der Freundlichkeit zu trauen,Die jetzt der Herzog bei den Andern fand.

Daß er den Sieg dem Brüderpaar entrungen,

Hat doch vielleicht ihr Herz mit Neid durchdrungen.

8S.

Auch glaub' ich, daß der Sieg, den er erhalten,Den beiden Frau'n nicht sonderlich gesiel.

Sie wußten, daß des Mißgeschickes WaltenDen wacker» Brüdern der Gefahren vielIn Frankreich droht; und um sie aufzuhalien,Verfügten sie den Kampf mit dem Orril,

In Hoffnung, lsier so lange sie zu binden,

Bis jene feindlichen Gestirne schwinden.