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Theil 2 (1851)
Entstehung
Seite
134
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Fünfzehnter Gesang.

84.

Der arme Narr, der nicht den Fall erkannte,Sucht' erst den Kopf im Sande lange g'nug;

Doch merkt' er dann, daß fort der Renner rannteUnd durch den Wald sein Haupt von hinnen trug;Worauf er schnell zu seinem Gaul sich wandte,

Und, aufgesprungen, setzt' er nach im Flug.

Er wollte schrci'n: Halt! du mußt wicderkommen!Doch Jener halt' ihm schon das Maul genommen.

85.

Daß er noch Fersen hatte, war dem TropfeDoch ein'ger Trost; drum folgt er ihm geschwind.Allein der Nabican eilt mit dem KopfeIhm weit voraus, viel schneller als der Wind.Indessen sucht Astolf am ganzen Schopfe,

Vom Halsgelenk bis wo die Stirn beginnt,

In Eile nach, ob er das Haar nicht findet,

Woran Orrils Unsterblichkeit sich bindet.

86 .

Doch zeigt sich unter den unzähl'gen HaarenKeins, das hervor vor andern Haaren sticht;

Mit welchem soll Astolf nun so verfahren,

Daß er das Leben raubt dem Bösewicht?

Am besten wär's, kein einz'ges aufzusparen,Schabmesser oder Scheere hat er nicht;

Drum eilt er, mit dem Schwerdt sie los zu trennen,Denn dessen Schneiden kann man Scheeren nennen.