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Vierzehnter Gesang.
9 .
Ravenna, nicht den Sieger anfzuhalten,
Das, Arme! würde besser dir gedeih»,
Und Brescia dir zum Spiegel vorzuhalten,
Als Rimino's, Faenza's Spiegel sepn.
Schick' uns, o Fürst! Trivulz, den guten Alten,Um bcßre Zucht dem Heere zu verleih»,
Ihm darzuthun, wie viele deiner FrankenFür solch Vergehn in ganzJtalicn sanken.
10 .
Wie Frankreichs König jetzt für Noth gefunden,Nach Feldherr» für sein Heer sich umzusehn,
So riefMarsil, mit Agramant verbunden,Damals hervor zur Musterung die ArmeenAus dem Quartier, wo sie im Winter stunde»,
Um sie mit guter Leitung zu versehn,
Und alle Völker, die's Vonnöthen haben,
Mit neuem Haupt und Führer zu begaben.
II.
Marsil läßt seine Völker, Fahn' um Fahnen,Zuerst vorüberziehn; dann Agramant.
Voran erscheint das Volk der Catalanen,
Und ihr Panier trägt Doriphöbns Hand.
Dann zeigen sich Navarra's Unterthanen,
Doch sonder ihren König Folvirant.
Rinald erschlug ihn, und Marsil erkürteNun Isolier« zum Feldherrn, der sie führte.