72 .
Nicht auch vergeh ich ihrer Schnur, der hehre»Renata Frankreichs, in dem schönen Kranz,
Die einst Bretagne's Glorie wird gebärenDem zwölften Ludewig des Frankenlands.
Denn alle Tugenden, die Fran'n bewähren,
Seit Wasser Nässe hat und Feuer GlanzUnd sich der Himmel kreist, sie alle scheinenZum Schmuck Renata'S hold sich zu vereinen.
73 .
Erwähnt' ich noch der Alda von Saffonien,Stellt' ich die Gräfin» von Celano dar,
Bianca Maria dann von Catalonien,
Und die Siciliens Königshaus gebar,
Znsammt der schönen Lippa von Bononie»
Und Andern mehr; wollt' ich die ganze SchaarAusführlich preisen, wie ich sollt' und müßte,
So schifft' ich in ein Meer ohn' alle Küste.
74 .
Als Bradamante nun die Kund' erhaltenVon einem Theil der künst'gen Stammes-Pracht,Läßt sie noch mehrmals sich den Trug entfalten,Der Rüd'gern in das Zauberschloß gebracht.Melissa, die der Burg des schlimmen AltenSich nahe fand, verweilt' hier mit BedachtUnd wollte nicht noch weiter mit ihr gehen,
Au« Furcht, es möge sie der Z aubrer sehen.