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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
Entstehung
Seite
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geben weder die Freude noch der Schmerz, sondern nur dieHoffnung. Warum ruht nicht alles in uns wie um «?"

Da schlug der von allen Wäldern nachgelallte Knalleines Schusses durch die stille Nacht und die Insel derVereinigung schwamm im Nachtblau auf, und ihr weißerTempel hing über ihr und neben dem Traucrgcbüsch, daöüber daS Zerfallen eines jungen Herzens hinübcrwuchS,schossen gen Himmel neun schmale Flammen, die an-denneun Floren auflicfen, gleichsam Frcudcnfcucr zu einem Frie-dcnfeste.

Bleich, eilend, seufzend, schweigend berührten wir daserste User der Insel. Das Wasser war vom Boden trockeneingesogen. Daö schwarze Morgenthor hatte sich weit auf-gerissen und seine weiße Farbensonne an Bäume gelehnt undverdeckt. Viele Leichcnfackcln auf weißen Gucridonö knüpf-ten sich anö Morgcnthor an, gingen den langen grünen Weghinein, flimmerten über Ruinen, Sphinre und Marmvrtorso'Sund endigten sich dunkel im Traucrgcbüsch.

Flatterndes Getönc der Aeolöharfen wurde am Eingangvon langen Tönen durchzogen. Unter dem Morgenthor ruhtestill der Blinde und spielte froh aus seiner Flöte so wieeine Taube in den Donner fliegt.

Er fiel freudig an seinen Viktor und sagte: ist gut,daß du kömmst; ein stiller langer Manu hat sich eine halbeViertelstunde an mein Herz gelegt und in meine Hand ge-weint und mir ein Blatt an dich gegeben."

Viktor riß daö Blatt zu sich, cs hieß:Ihr alle habtgeschworen, so lange meine Bitten zu erfüllen, bis Ihr michwieder hört; aber decket den schwarzen Marmor nicht auf." Der Lord hatt' dem blinden Sohne gegeben. Viktor