176
den Berghauptmann nicht sowol todt machen wollen als blind.Eö wurde noch abenteuerlicher — mein eigner Kerl wurdenicht vom Throne seines Bocks gestürzt — mein Wagenblieb auf dem Wege nach Flachsenfingen — zwei Herren setz-ten sich zu mir hinein, die nach ihren Mädchcnhänden zu ur-theilcn, von Stande waren — und noch sonderbarer, es bollein Hund, der, dem Bellen nach, als Meßhelfer und Mit-mcister an diesem gelehrten Werke gearbeitet hatte., '
Wir soupirtcn und goutirten unter freiem Himmel.Hier wurde mir ein chirurgisches Ordcnband auf bloßen Leibumgethan, weil ich unter den Viertelschwenkungen und Hand-Evoluzionen meiner Gegenwehr unglücklicherweise mein Schul-terblatt in eine Degen-Spitze getrieben hatte. Essen könnt'ich recht gut, weil das blecherne Kanaricnbaucr-Thürchcn anmeiner Bienenkappe weit aufgedrehet war. O lieber Him-mel! wenn das Publikum den Verfasser der HundSposttagehätte seine Eßwaarcn in die aufhängenden Thorflügcl vonBlech einschiebcn sehen: er wäre vergangen vor Scham! —Unter dem Essen lockte ich den Hund mit dem Namen: Hof-mann! zu mir: er kam wirklich; ich fühlte ihn aus, ob anseinem Halse kein 45steS Kapitel hinge — er war leer.
Nach einem langen Wechsel von Fahren — Essen —Schweigen — Schlafen — Tagen — Nächten wurd' ichendlich in eine See gesetzt und so lange herum gefahren(oder kam's von einem Schlaftrunk), bis ich schlief wie eineRatte. Waö darauf geschah: mach' ichso wünderbarsesimmer ist — erst bekannt, wenn ich die Bemerkung. ausge-schrieben habe, daß zwar die große Freude und der'großeSchmerz die edlcrn Neigungen in uns beleben und ver-gnügen; daß aber die Hoffnung, und noch wcit miehr die