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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
Entstehung
Seite
55
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Sonnen hefteten, schweiften blinkende Johanniswürmchenund eine Fledermaus zischte nach einem grauen Nachtschmet-tcrling drei Johannisfeuer, vom Aberglauben angeschürt,zogen drei ferne Hügel aus der Nacht alles Leben schliefunter seinem Blatt, unter seinem Zweig, näher an seinerMutter, und in den herumgestrcueten Träumen waren Ge-witter Fische taumelten wie Leichen auf der Wasserflächeals Vorboten des Donners.

Plötzlich sing Emanuel mit einer unpassenden, nicht ge-nug bezwungenen Stimme an:wahrlich wir würden ge-faßter neben dem Genius stehen, der die letzten Schlnmmer-körner auf die Augen unsrer Lieben fallen läßt, wenn sienachher nicht in Kirchengewölben,, in Kirchhöfen, sondernauf Auen auSschlicfen, unter dem Himmel, oder als Mu-mien in Zimmern. . . . Jetzt, mein Geliebter, (sie hörtenschon das Wehen der Trauerbirke) herrsche also über deinePhantasie; du wirst neben der Birke meine Nuhehöhle offensehen; ich habe sie seit vier Wochen mit Blumen auSgesäetund überkleidet, die setzt meistens blühen du legst michmorgen ohne alles andre so in meinem Schlafklcideunter die Blumen und deck' es morgen zu gib abernicht, du Guter, meinem kleinen Blumenstück solche harteNamen, wie andre Menschen morgen sag' ich; heutegeh' sogleich heim zu deinem Julius, wenn ich . . . ."(gestorben bin, wollt' er sagen, könnt' aber die weiche Um-schreibung vor Rührung nicht finden.)

Ach daS gebrochene Auge riß Horion mit einem Seufzerheraus aus der kalten offnen Grotte seines Geliebten under konnte nicht hinabsehn zu dem Blumenflor darin. Erschluchzete laut und sah aus Thränen, zergangen, in Emanuels