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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
Entstehung
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ist dieselbe Kühnheit, womit oft ein Autor auf demPapier, außer dem gedachten grausamen König der Thiere,auch das kritische Katzengeschlecht angrcift das Linneezur königlichen Linie der Löwen zählt indewr er Richter-stühle so kalt und kühn, als wären'S gemalte Thronen, er-schüttert, und so im Allgemeinen Journale durch seineVorreden schillt und fällt. Das kann ein Schriftsteller vonKraft. Ich meines Orts bin hierin vielleicht so vermessenwie einer, und male mir ausdrücklich folgende Rezcnsentcn-Katze hin, um frei und ungebunden mit ihr anzubinden undan ihr zu zeigen, was Muth thut.

Erstlich muß der Rezensent, der mir vorwerfcn wird,ich wäre zwei ganze Schalttage schuldig den nach dem40sten und den nach dem 44sten HundSposttag diese zweiteAusgabe gar nicht angesehen haben; die beiden Vorreden, wo-mit ich sie bereichert habe, die erste und diese, gelten bei allenVerständigen für wahre Schalttage.

Zweitens hält mein Rezensent sich (künftig) über meineSchonung meiner Manier auf. Er höre aber setzt den Phi-losophen (nämlich mich): Manier ist an und für sich weiternichts, als Folgendes: das ästhetische Ideal und Integralwird, wie sedes, nur von einer unendlichen Kraft erreicht,wir aber mit unserer endlichen kommen ihm unaufhörlichnäher, nicht einmal nah; Manier ist also, wie es der Phi-losoph nimmt, ein endlicher Spiegel der Unendlichkeit, oderder Ausdruck des Verhältnisses, in welchem sede Temperaturnnd Saitenzahl irgend einer gegebenen Aeolsharfe mit derPartitur der unendlichen Sphärenmusik steht, der sie nachzu-klingen hat. Jedes Gewebe menschlicher Kräfte gibt nur eineManier, und höhere Geister würden in Homer und Göthe