Druckschrift 
2 (1852)
Entstehung
Seite
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und Eingemachtem hin und her trippelnd und dann und wann stehenbleibend,, um Harry eine» Kuchen in die Hand zu drücken oder ihmeinen Klapps auf den Kopf zu geben, oder seine langen Locken umihre weiße» Finger zu wickeln. Sie sah die mütterliche Gestalt Ra-hel's, wie ste dann und wann an die Seite des Bettes trat und irgendetwas an dem Vrttzeugc ordnete, hier oder dort zupfte, um ihren gu-ten Willen auSzutrücken; sie war sich bewußt, daß etwas wie Sonnen-schein aus den schönen klaren braunen Augen auf sie niederfiel. Siesah Ruth'S Mann hcreinkommen, sah, wie sic ihm entgcgcnflog, ernstmit ihm flüsterte, dann und wann mit einer ausdrucksvollen Geberdemit ihrem kleinen Finger auf das Schlafzimmer deutete; sie sah siemit dem Säugling aus den Armen an den Thectisch sich setzen, sah,wie Alle an dem Tische waren und der kleine Harry in einem hohenStuhle unter dem Schatten von Rahel's ausgcbreitetcn Flügeln; siehörte leises Gemurmel, freundliches Klappern der Theelöfscl, derTassen und Teller, und Alles verschmolz zu einem köstlichen Traumeder Ruhe. Elise schlief, wie sie nie zuvor geschlummert hatte, seitder furchtbaren Mitternachtsstuntc, als sie ihr Kind aus dem Bettenahm und mit ihm durch die kalte Mitternacht entfloh.

Sie träumte von einem reizenden Lande, einem Lande der Ruhe,wie es ihr schien, von grünen Küsten, freundlichen Inseln, schönemHellem Wasser; und dort, in einem Hause, welches, wie freundlicheStimmen ihr sagten, ihre Heimath war, sah sie ihren Knaben spielen,ein freies glücktichcs Kind. Sic hörte ihres Mannes Fußtritte, siefübltc, wie er näher kam, seine Arme umschlangen sic, seine Thräncnfielen auf ihr Gesicht und sie erwachte! Es war kein Traum. DasTageslicht war längst verschwunden, das Kind lag ruhig schlafend anihrer Seite; ein Licht brannte düster auf dem Tische, und ihr Mannweinte über ihrem Lager.

Der nächste Morgen war ein heiterer in dem Hauke des Quäkers.,,Mutter" war bei Zeiten auf und umgeben von geschäftigen Mäd-chen und Knabe», welche wir gestern unfern Lesern vorzustcllen kaumZeit fanden, und die alle gehorsam zu Rahel's freundlichen Worten: