46
venhalter wie für den Sclaven thun, wenn der Herr ihn in Bctrüb-niß zu meiner Thür brächte."
Simeon der Zweite wurde purpurroth, aber seine Mutter lächeltenur und sagte: „Simeon ist mein guter Junge; er wird nach undnach älter werben und dann seinem Vater gleichen."
„Ich hoffe ,mein guter Sir," sagte Georg unruhig, „daß Ihrunsertwegen keiner Unannehmlichkeit ausgcsctzt seid."
„Fürchtet nichts, Georg, denn deshalb sind wir auf der Welt.Könnten wir wegen einer guten Sache nicht jeder Unruhe trotzen,wären wir unseres Namens nicht würdig."
„Aber meinetwegen," sagte Georg. „Ich könnte es nichtertragen."
„Fürcktet nichts, Freund Georg; es ist nicht Deinetwegen,sondern für Gott und die Menschen, daß wir es thun," sagteSnnevn.„Und jetzt mußt Du Dich ruhig niederlege», und diesen Abend umzehn Uhr wird Phineas Fletchcr Dich zu der nächsten Niederlassungbringen. Dich und Deine Gesellschaft. Deine Verfolger sind dichthinter Dir; wir dürfen nicht zögern."
„Wenn das der Fall ist, weshalb bis diesen Abend warten?"sagte Georg.
„Du bist während des Tages hier sicher, denn Jedermann indieser Niederlassung ist ein Freund, und Alle sind wachsam. Ueber-dics ist es gerathener, bei Nacht zu reisen."
Vierzehntes Kapitel.
" lsMngclim.
Der Missisppi! Wie unter einem Zauberstabe hat der Anblicksich verwandelt, seitdem Chateaubriand seine prosaisch-poetische Be-schreibung desselben gab, wie die eines Stromes von mächtiger un-gestörter Einsamkeit, dahin rollend zwischen ungeträumtcn Wunderneines vegetabilischen und animalischen Lebens.
Doch wie in einer Stunde hatte dieser Strom der Träume undwilder Romantik eine Wirklichkeit angenommen, welche kaum weniger