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klagte, daß ich ihn schlüge. Er kam wüthcnd herbei und sagte, erwollte mir zeigen, wer mein Herr wäre, dann band er mich an einenBaum, schnitt giuthen für jung Master und sagte ihm, er sollte michschlagen, bis er müde wäre. Und das that er denn auch! Dochich werde es ihn gedenken machen!"
Und die Stirn des jungen Mannes verfinsterte sich und seineAugen brannten in einem Ausdrucke, vor dem seine junge Frauerzitterte.
„Wer macht diesen Menschen zu meinem Herrn, das will ichwissen," sagteer.
„Ich glaubte immer, ich müßte meinem Herrn und meinerHerrin gehorsam sein, oder ich wäre keine Christin," 'entgegnetcElise traurig.
„Darin liegt inDcinem Falle einiger Sinn; ste haben Dichals Kind aufgezogen, genährt, gekleidet; sic sind nachsichtig, gütiggegen Dich gewesen, haben Dir eine gute Erziehung gegeben, deshalbhaben sie Rechte über Dich. Aber ich bin gestoßen, geprügelt, ge-schimpft worden, und, auf das Beste, allein gelassen. Wozu bin ichverpflichtet? Ich habe Alles, was ich empfing, hundertfach bezahlt.Ich will cs nicht länger ertragen; nein, ich will nicht!" rief er,und ballte wild die Faust.
Elise zitterte und schwieg. Sie hatte ihren Mann noch niezuvor in solcher Stimmung gesehen, und ihr sanftes Gemüth littdurch seine Leidenschaftlichkeit.
„Du kennst doch den armen kleinen Carlo, den Du mir ge-schenkt hast?" fuhr Georg fort. „Das Ding war mein einzigerTrost. Er schlief Nachts bei mir, und folgte mir am Tage überallhin, und sah mich so klug an, als verstände er meine Gefühle. Nungut, neulich fütterte ich ihn mit dem Abfall, den ich vor der Küchen-thür fand, da kam Master dazu, und sagte, ich machte ihm Kostenund er könnte es nicht dulden, daß jeder Nigger sich einen Hundhielte, und befahl mir, ihm einen Stein um den Hals zu binden undihn in den Teich zu werfen."
„Ach, Georg, das hastDudoch nicht gcthan?"
„Gethan? — Ich nicht, aber er. Master und Tom warfendas arme ertrinkende Thier mit Steinen. Das arme Geschöpfsah mich so kläglich an, als wollte es sagen, es wunderte sich, daß