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1 (1852)
Entstehung
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Wie froh ich bin!" fuhr sic fort.Warum lächelst Dudenn nicht? Siehe mir Harry, wie der wächst!"

Der Knabe hielt sich fest an den Rock seiner Mutter, uud sahunter seinen Locken hervor scheu nach dem Vater.Ist er nichtreizend?" sagte Elise, strich ihm das Haar aus dem Gesichte undküßte ihn.

Ich wünschte, er wäre nie geboren," sagte Georg bitter.Ichwünschte, ich selbst wäre auch nicht geboren worden !"

Uebcrrascht und erschrocken setzte Elise sich nieder, lehnte ihrenKopf an ihres Mannes Schulter, und brach in Thränen aus.

Ach, Elise, es ist zu schlecht von mir, Dir solche Schmerze»zu bereiten, armes Mädchen!" sagte er zärtlich;es ist zu schlecht.Ach, wie sehr wünschte ich, Du hättest mich nie gesehen, dannhättest du glücklich werden können."

Georg! Georg, wie kannst Du so sprechen? Was hat sichdenn Fürchterliches zugetragen oder kann sich zutragen? . Ich denke,wir sind bis jetzt recht glücklich gewesen?

Das sind wir, Liebe," sagte Georg. Daun zog er sein Kindauf seine Knie, blickte ihm in das klare, dunkle Auge, und strich mitder Hand durch weine langen Locken.

Ganz Dein Ebenbild, Elise, und du bist das schönste Weib,das ich je sah, das beste, das ich je zu sehen wünschte; und ach,dennoch wünschte ich, daß ich Dich nie gesehen hätte, und Du michnicht."

Ach, Georg, wie kannst du?"

Ja, Elise, nichts als Elend, Elend, Elend! Mein Leben istbitter wie Wermuth; die Lebenskraft schwindet mir. Ich bin einarmer, elender, verlorener Wurm; ich wcrdeDich nur mit mir herab-zichen. Wozu streben wir nur danach, irgend etwas zu thun,irgend etwas zu wissen, irgend etwas zu sein? Wozu leben wir?Wäre ich doch todt!"

Ach, Georg, das ist wirklich schlecht! Ich fühle es mit Dir,daß Du Deinen Platz in der Factorei verloren hast, und daß DeinHerr so hart ist. Aber ich stehe Dich an, sei geduldig und vielleichtkann"

Geduldig!" sagte er, sie unterbrechend.Bin ich nichtgeduldig gewesen? Sagte ich ein Wort als er kam, und mich ohne