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Cornelius Nepvs.
mcinwesens mit seinem Vermögen Aushülfe gewährte. Sooft sie nämlich in ihrem Staatshaushalte sich zu einem Anlehcnffür Schuldentilgung^ genöthigt sahen, und keine billigenBedingungen dazu fanden, trat er immer ins Mittel, undzwar in der Art, daß er auf der einen Seite niemals Zinsenvon ihnen annahm, ans der andern aber auch die Schuld«je länger, als bestimmt war, stehen ließ. Beides war ihnenwohlthätig. Denn eines Theils ließ er nicht durch Nachsichtihre Schulden zn alt werden, auf der andern nicht durchVermehrung der Zinsen ««wachsen. Diese Gefälligkeit ver-mehrte er noch durch einen andern Zug von Freigebigkeit.Er machte ihnen sämmtlich ein Geschenk an Getreide, so daßJeder sieben sRömischef Modius Weizen erhielt, ein Maß,welches man zn Athen Medimnus nennt").
3. Sein Benehmen zu Athen war so, daß er mittheilendgegen die Niedrigsten, doch den Vornehmsten gleich erschien.Darum erwiesen ihm auch die Einwohner alle mögliche öf-fentliche Ehre, und wollten ihn zum Bürger machen, einGeschenk, wovon er jedoch keinen Gebrauch machen wollte.^Einige erklären dieß dadurch, daß durch Annahme einesfremden Bürgerrechts das Römische verloren werde.f"*)Während seiner Anwesenheit wußte er cs zu Hintertreiben,daß ihm eine Ehrensäule gesetzt wurde. Nach seiner Entfer-nung von Athen vermochte er nicht mehr, es zu verhindern.
*) Der Modius hielt Pariser Cubikzvll; ein Me-
dimnus 26lv0"b/,ooo Par. Cub.-Z. Also gingen 6 Modiiaus einen Medimnus. S. Wurm's oftgenannte Schrift.") Diese Bemerkung ist höchst wahrscheinlich unächt.