Datames. 197
nen Sohn Arsidcus mit einem Heere dahin. Der Jünglingfiel in einem Treffen. Nun zog der Vater mit einer nichtsehr beträchtlichen Schaar dahin, die Wunde verbergend, dieihm geschlagen worden war, da er den Feind zu erreichenwünschte, ehe noch das unglückliche Ereigniß unter seinenLeuten bekannt würde, damit nicht durch die Nachricht vondem Tode seines Sohnes der Muth seiner Soldaten geschwächtwerden möchte. Er langte am Ziele seines Zuges an, undschlug ein Lager in einer solchen Stellung, daß er von derfeindlichen Ueberzahlnicht umzingelt werden konnte, ohne jedochgehindert zu seyn, seine Schaar zu einem Gefecht leicht brau-chen zn können. Sein Schwiegervater Mithrobarzanes be-fand sich als Befehlshaber der Reiterei bei ihm. Dieser gabdie Hoffnung für seinen Schwiegersohn auf und floh zu denFeinden über. Als Datames Dieß vernahm, fühlte er wohl,daß wenn cs beim Heere bekannt würde, daß er von einemso nahen Verwandten verlassen worden wäre, die klebrigendiesem Beispiele folgen würden. Unter dem Heere ließ er nunbekannt machen, Mithrobarzanes sey auf seinen Befehl unterdem Schein als Ueberläufer abgezogen, um so, von den Fein-den ausgenommen, unter Diesen desto leichter würgen zukönnen. Man dürfe ihn daher nicht im Stiche lassen, undAlle müssen ihm auf der Stelle folgen. Würden sie sich wackerdabei halten, so würden die Feinde nicht Stand halten können,da innerhalb und außerhalb ihrer Verschanzung Tod unterihnen verbreitet würde. Der Gedanke fand Beifall. Er rückteaus und folgte Mithrobarzanes auf dem Fuße nach, derkaum bei den Feinden angelangt war, als Datames Befehlzum Angriffe gab. Das Unerwartete dieser Sache machte die